Betroffenheit nach tödlichem Unfall

Drei junge Menschen verbrennen in Auto: „Einsatzkräften bot sich schreckliches Bild“ - Neue Infos

Unfall Brunsbüttel
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Drei junge Menschen sind bei dem Autounfall in Brunsbüttel im Kreis Dithmarschen verbrannt. Sie waren im Auto eingeklemmt, als dieses in Flammen aufging.

Schrecklicher Unfall in Schleswig-Holstein: Fünf junge Leute schleudern mit ihrem Kleinwagen gegen einen Baum. Nur zwei von ihnen überleben mit schwersten Verletzungen.

Update vom 4. Oktober, 17.17 Uhr: Die Polizei hat mittlerweile konkretere Angaben zum Ablauf des verheerenden Unfalls gemacht, der vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit passierte. Demnach haben nicht die beiden Frontinsassen den schweren Crash überlebt, sondern der Fahrer sowie eine Person, die links hinten auf der Rückbank saß.

Den Schwerverletzten, die mittlerweile außer Lebensgefahr sind, hätten sich aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien können, ehe sie von den Einsatzkräften aufgefunden wurden. Bei den drei Todesopfern handele es sich um eine junge Frau, sowie zwei Männer.

Schleswig-Holstein: Drei Menschen sterben bei Unfall - Vermutlich zu hohe Geschwindigkeit

Ursprungsmeldung vom 3. Oktober: Brunsbüttel - Bei einem Verkehrsunfall nahe Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind drei Menschen in einem brennenden Auto ums Leben gekommen. Der Kleinwagen mit fünf jungen Leuten war am Samstagmorgen auf der Bundesstraße 5 gegen einen Baum gefahren. Das Auto ging nach Angaben der Polizei sogleich in Flammen auf, die drei Insassen auf der Rückbank starben. Der 19 Jahre alte Fahrer und ein 18 Jahre alter Beifahrer erlitten schwerste Verletzungen, als sie aus dem Fahrzeug geschleudert wurden. Der 18-Jährige schwebe in Lebensgefahr, hieß es.

Auf der Fahrt Richtung Marne habe der 19 Jahre alte Fahrer vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit zunächst einen Kreisel überfahren. Das Auto kam dann von der Fahrbahn ab, geriet in eine Böschung und prallte gegen einen Baum. Die drei Mitfahrer auf der Rückbank wurden eingeklemmt. Den Ersthelfern und Einsatzkräften sei es wegen der Flammen und der Hitze nicht gelungen, sie aus dem Wrack zu befreien, teilte die Feuerwehr mit. Erst nachdem die Flammen gelöscht waren, konnten die Helfer die toten Menschen bergen. Der Fahrer und der Beifahrer hätten schwer verletzt im Gras neben dem Wrack gelegen.

Die Identität der Getöteten war laut Polizei zunächst nicht zweifelsfrei geklärt. Sie seien jedoch in einem ähnlichen Alter wie Fahrer und Beifahrer, sagte ein Sprecher. Einen Medienbericht, wonach die fünf jungen Leute auf dem Heimweg von einem Discobesuch waren, konnte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Auch am Sonntag machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Schleswig-Holstein: „Vor Ort bot sich den ersten Einsatzkräften ein schreckliches Bild“

In ihrer ersten Meldung zeigte sich die Feuerwehr Brunsbüttel tief betroffen. „Vor Ort bot sich den ersten Einsatzkräften ein schreckliches Bild: Zwei Personen lagen schwer verletzt außerhalb des brennenden Fahrzeuges, in welchem sich noch drei weitere Personen befanden“, schreibt sie. „Auf Grund des fortgeschrittenen Brandes gelang es nicht mehr, diese drei Personen zu retten; sie mussten später mit Hydraulischem Gerät geborgen werden.“

Der Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen schreibt, den ersten Einsatzkräften habe sich „ein tragisches Bild“ geboten. „Neben einem brennenden Fahrzeug auf einer Wiese lagen zwei Personen im Gras und wurden durch Ersthelfer betreut.“ Die drei eingeklemmten Personen hatten hingegen keine Chance.

Bei vielen Menschen herrscht tiefe Bestürzung. „Mein Beleid an Familie, Freunde und Bekannte. Viel Kraft an die Retter“, schreibt eine Nutzerin unter einem Facebook-Beitrag der SHZ. „Oh wie schrecklich“ und „Grausam“, schreiben weitere Nutzer.

Schleswig-Holstein: Helfer von Notfallseelsorgern betreut

Der Unfall passierte gegen 5.00 Uhr. Ein Feuerwehrsprecher sagte, ein Autofahrer und ein Anwohner hätten sofort Erste Hilfe geleistet. Auch die Feuerwehr sei schnell vor Ort gewesen, weil sich eine Wache ganz in der Nähe des Unfallorts befinde.

Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B 5 vorübergehend komplett gesperrt. Nach dem Einsatz seien die Helfer von Notfallseelsorgern betreut worden. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zur Fahrtauglichkeit des 19-Jährigen dauerten an. Ein Sachverständiger untersuchte den Unfallort. (dpa/lin)

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