Farbstoffe mit möglichen Folgen

"Schlumpfeis" oft ohne Warnhinweis

Oldenburg - Mangelnde Kennzeichnung von Farbstoffen im Speiseeis hat das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kritisiert.

Untersucht wurden unter anderem stark gefärbte Eissorten wie Waldmeister, Pfefferminz- und Heidelbeereis sowie Eis mit Fantasiebezeichnungen wie „Blauer Engel“, „Himmelblau“ oder „Schlumpfeis“, berichtete die Behörde am Freitag. Bei sieben Prozent der Proben aus Eiscafés habe der gesetzlich vorgeschriebene Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gefehlt. Dieser Hinweis müssen beim Zusatz der Farbstoffe Tartrazin (E 102), Chinolingelb (E104), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E 124) und Allurarot (E129) erfolgen.

Die unzureichende Kennzeichnung sei eher ein Problem der handwerklichen als der industriellen Produktion, sagte eine Sprecherin des Landes-Verbraucherschutzamtes. Bei den 57 Proben aus Eisdielen wurden rund 30 Prozent beanstandet.

Auch die Bezeichnung Milcheis werde oft unzutreffend verwendet. Von 30 untersuchten Proben wurden 7 als irreführend beanstandet, da sie pflanzliche Fette oder einen zu geringen Milchanteil aufwiesen. Milcheis müsse mindestens 70 Prozent aus Milch bestehen, pflanzliche Fette seien unzulässig, sagte die Sprecherin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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