Weiße Sommerferien

Irres Wetter-Wunder in Österreich: Jede Menge Neuschnee mitten im August - auch Deutschland betroffen

Neuschnee in den Alpen (Archivbild)
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Eine Schnee-bedeckte Wiese in den Alpen (Archivbild)

Schnee trifft Starkregen: Das Wetter überrascht Österreich in den Sommerferien und sorgt für die kälteste August-Nacht seit Jahrzehnten. Auch Deutschland ist betroffen.

  • In den Bergen im Westen Österreichs wurden teilweise bis zu 20 Zentimeter Neuschnee vermeldet.
  • Unwetter-Warnungen und starker Regen sorgen unterdessen für Verkehrschaos und Überschwemmungen
  • Auch Südbayern hat mit schweren Unwettern zu kämpfen

Update vom 5. August, 11.28 Uhr: Das Wetter-Wunder in Österreich hält weiterhin an. Die Schneefallgrenze im Nachbarland sank am gestrigen Dienstag teilweise auf 2000 Meter. Das führte dazu, dass viele Berge im Westen Österreichs jede Menge Neuschnee vermeldeten. Am Ötztaler Gletscher in Tirol fielen über Nacht ganze 20 Zentimeter Neuschnee, wie der österreichische Wetter-Dienst berichtet. Auch die Zugspitze im österreichisch-deutschen Grenzgebiet war am Morgen mit Schnee bedeckt.

Wetter-Wunder in Österreich: Auf einmal Schnee im August

Erstmeldung vom 4. August: München - So haben sich die Österreicher ihr Ferien-Wetter nicht vorgestellt: kalt, weiß und nass. Wie der österreichische Wetter-Dienst berichtet, kommt es zu unerwartetem Neuschnee im Westen Österreichs. Auch Teile Süd-Deutschlands sind betroffen. Der plötzliche Kälteeinbruch der letzten Nacht, sowie starke Niederschläge haben winterliche Schneewehen in ungeahnte Tiefen gezogen. Ein ungewöhnliches Wetter-Phänomen für den Sommer: Die Tageszeitung Heute titelt die kälteste August-Nacht seit zwanzig Jahren. Schon seit dem Wochenende sinkt die Schneegrenze stetig und sorgt für winterliche Gefühle - Besonders Vorarlberg, Tirol und Salzburg sind betroffen.

Während dieses Wunder-Wetter und der rekordverdächtige Kälteeinbruch* in den Alpen für Begeisterung und Schlagzeilen sorgt, bringt der Niederschlag im Tal Unwetter* und Verkehrs-Chaos. Ein italienisches Tief ist schuld an den Wassermassen: Nach dem sintflutartigem Regen der Nacht, warnt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik jetzt vor Muren und kleinräumigen Überschwemmungen. Ganz oben dabei sind Salzburg und das deutsche Chiemgau: hier fielen teilweise über 100 l/m² in zwölf Stunden vom Himmel. Im Laufe der Woche soll sich das Chaos allerdings wieder beruhigen. Spätesten Donnerstag verlässt das Tief die Alpenregion in Richtung südliche Adria und verliert allmählich den Einfluss auf Österreich. Dank Hochdruck verspricht der Wetterdienst dann ab Freitag wieder Sommer-Sonne und ein paar Quellwolken.

Wetter in Deutschland: Verkehrs-Chaos auch in Bayern

Auch Südbayern ist von den Unwettern betroffen. Starke Regenfälle haben auf deutschen Autobahnen zu Unfällen und Straßen-Chaos geführt: Die A 8 ist überflutet, Bäche werden zu Strömen und es kommt zu fatalen Erdrutschen. Nach Angaben des bayerischen Hochwassernachrichtendiensts ist im gesamten Süden Bayerns weiterhin mit Überflutungen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Es seien in der Region bereits bis zu hundert Liter pro Quadratmeter gefallen, bis zum Mittag sollten noch bis zu 50 Liter pro Quadratmeter hinzukommen. Auf Bayerns Straßen ist weiter Vorsicht geboten. (vs)
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