Lehrer, Ärzte und Eltern sind ratlos

Schüler erkranken rätselhaft, als sie Weltkriegsende gedenken

Ripon - Diese Geschichte klingt merkwürdig. 40 Schüler fühlen sich schlagartig schlechten, fallen in Ohnmacht, als sie dem Ende des Ersten Weltkrieges gedenken. Was ist geschehen?

Die plötzliche Erkrankung von dutzenden Schülern im nordenglischen Ripon hat Ärzte, Lehrer und Eltern vor ein Rätsel gestellt. Wie der örtliche Rettungsdienst mitteilte, meldeten rund 40 Schüler der Outwood Academy School am Mittwoch, dass ihnen plötzlich übel und schwindlig sei, einige von ihnen fielen sogar in Ohnmacht. Feuerwehr und Schadstoff-Experten konnten jedoch nichts finden, sie glaubten deshalb an eine Art Hysterie-Dominoeffekt.

Die mysteriösen Erkrankungen begannen während einer Zeremonie zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs. Ein 15-Jähriger berichtete, wie die ersten Mitschüler zum Ende der Veranstaltung in der warmen Halle plötzlich umkippten. "Das war ziemlich gruselig. Alle redeten nur darüber, und es wurde schlimmer und schlimmer." Ein anderer Schüler erzählte, wie einige Mädchen sich derart in die Berichte hineinsteigerten, dass sie Panikattacken erlitten.

Ärzte und Polizei finden nichts Verdächtiges

Mehrere Krankenwagen, Sanitäter, ein Arzt sowie die Polizei wurden gerufen, doch fanden sie nichts, was die Massenerkrankungen erklären könnte. Die Schule hat 600 Kinder im Alter zwischen elf und 18 Jahren.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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