15- und 16-Jährige aus Wien kämpfen in Syrien

Schülerin stirbt im Dschihad

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Samra (l.) und Sabina (r.) vor ihrem Verschwinden. Später stellen sie Burka-Fotos von sich ins Internet. Die Bilder gab Interpol heraus.

München - Sie waren ganz normale Wiener Teenager: Sabina S. (15) und Samra K. (16). Im April verschwanden die beiden plötzlich – die aus Bosnien stammenden Mädchen sollen über die Türkei nach Syrien gereist sein, um sich dort dem Dschihad anzuschließen. Jetzt soll eines der Mädchen im Heiligen Krieg gestorben sein.

Eine offizielle Bestätigung für den Tod eines der Terror-Mädchen blieb bisher allerdings aus. Trotzdem scheint das österreichische Innenministerium davon auszugehen, dass eines der Mädchen gestorben ist. „Die Eltern wurden informiert, dass ihre Tochter tot sein könnte“, sagte Ministeriumssprecher Alexander Marakovits gegenüber den Salzburger Nachrichten – trotzdem könne er noch nicht mit letzter Gewissheit sagen, ob das Gerücht stimme.

Der Fall der beiden Schülerinnen hatte im April für weltweites Aufsehen gesorgt. Sie hatten das Leben ganz normaler Teenager geführt – Familienurlaube, Diskobesuche, Einkaufstouren und Selfie-Fotos im Internet. Am Morgen des 10. April hatten die Beiden wie jeden Tag ihr gemeinsames Wohnhaus verlassen. Doch ihr Weg führte sie nicht in die Schule, sondern über die Türkei nach Syrien zu reisen. In einem Abschiedsbrief an ihre Familien heißt es: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir gehen nach Syrien, kämpfen für den Islam. Wir sehen uns im Paradies.“

Von dort schickten die zwei Freundinnen plötzlich andere Bilder von sich – vermummt in Burka und gemeinsam mit bewaffneten Männern. So wollten sie andere österreichische Teenager für den Dschihad werben. Erst vergangene Woche hatte die österreichische Polizei zwei 14- und 15-jährige Schülerinnen aufgehalten, die von Graz aus über die Türkei nach Syrien reisen wollten.

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