Plage in Göteborg

Kammerjäger machen widerliche Entdeckung: „Schlimmster Befall, den wir je gesehen haben“

Im schwedischen Göteborg kam es zu einer ekligen Entdeckung.
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Im schwedischen Göteborg kam es zu einer ekligen Entdeckung.

Sie sind neben Mücken die wohl nervigsten Tierchen, die einem den Schlaf rauben können: Bettwanzen. In Schweden trieben sie nun monatelang ihr Unwesen.

Göteborg - Man kommt aus dem Urlaub, schläft die erste Nacht im eigenen Bett. Auf einmal krabbelt und zwickt es überall, das kann nur eins bedeuten: Die Bettwanzen aus dem mittelmäßigen Urlaubshotel haben sich einen Gratis-Platz im eigenen Koffer gesichert und treiben nun in den heimischen vier Wänden ihr Unwesen. So oder so ähnlich könnte es sich auch in einem Göteborger Mietshaus zugetragen haben.

Denn in dem Haus in der schwedischen Großstadt konnten die Bewohner zuletzt immer wieder Wanzen auch im Treppenhaus sehen - was so gar nicht zu den wärmeliebenden Tierchen passt. Bereits vor gut einem Jahr kamen deshalb Kammerjäger und befreiten nach und nach jede Wohnung von den unliebsamen Gefährten, wie das lokale Nachrichtenmagazin Hem & Hyra berichtete.

Wanzenbefall in Göteborg: Mieter will nichts bemerkt haben

Nur ein Bewohner machte nach Angaben des Portals die Tür nicht auf: Frank. Die Kammerjäger sahen hier schon an der Wohnungstür die Wanzen herauskriechen. Erst dank eines Gerichtsbeschlusses wurde die Wohnung schließlich geöffnet - es wartete der „schlimmste Befall, den wir je gesehen haben“.

In der Wohnung seien laut Abschlussbericht extrem viele Bettwanzen zu sehen gewesen, was für die kleinen Tierchen eigentlich unüblich ist. Wirklich sehen kann man sie erst, wenn bereits jede Menge von ihnen vorhanden und dadurch alle Verstecke überfüllt sind.

Wanzen in Schweden: Renovierung kostet mehrere tausend Euro

Die Renovierung der befallenen Wohnung kostet laut Hem & Hyra 90.000 Schwedische Kronen, was umgerechnet rund 9000 Euro entspricht. Da der Befall maßgeblich aus dieser einen Wohnung zu kommen schien, räumte ein Gericht dem Vermieter das Recht ein, dem Mieter zu kündigen.

Der hat nun aber Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt. Er fühle sich Hem & Hyra zufolge falsch verurteilt. Er führe ein unregelmäßiges Leben und sei manchmal wochenlang nicht zu Hause. Zuletzt habe er scheinbar hauptsächlich bei seiner Freundin geschlafen und deshalb gar nicht gewusst, dass in seiner Wohnung die Schädlinge ihr Unwesen treiben.

Wanzen in Göteborg: Mieter wird rausgeschmissen - er geht in Berufung

Zudem gab er an, Alkoholiker zu sein. In der Zeit, in der die Kammerjäger versucht hatten, ihn zu erreichen, sei er in einer Klinik gewesen. Der Vermieter ging währenddessen offenbar davon aus, dass es unmöglich sei, dass der Mieter den Befall nicht bemerkt habe. Wie genau die Geschichte ausgeht und ob Frank in seiner Wohnung bleiben darf, wird sich zeigen.

Ein besonderen Ekel-Fund hat kürzlich eine junge Frau in Bolivien gemacht, als sie ihren Burger gegessen hat.

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