„Ich weiß nicht, wer der Mann ist“

DJane (†31) mit Betonplatte in See gefunden: Todes-Rätsel gelöst? Mutter äußert sich zu neuen Entwicklungen

Opfer
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Das Todesopfer war als DJane in der Clubszene der Region Basel tätig.

Schockierender Fund in einem Alpensee: Die Leiche einer 31-jährigen DJane wurde dort gefunden, sie wurde wahrscheinlich ermordet. Jetzt gibt es neue Entwicklungen.

  • Trauer um eine junge Schweizerin (†31): Die DJane wurde tot im Thunersee am Alpenrand in der Schweiz gefunden.
  • Mit ihr wurde eine schwere Betonplatte entdeckt.
  • Inzwischen gibt es neue Entwicklungen.

Update vom 5. Februar 2021: Ist das Todes-Rätsel inzwischen gelöst? Am 17.1. war die Leiche einer junge Frau im Thunersee in der Schweiz gefunden worden. Zehn Tage später kam es zu einer eine Festnahme. „Ein dringend tatverdächtiger Mann“, heißt es in der Pressemitteilung der Kantonspolizei Bern. Es handle sich um einen 36-jährigen Schweizer aus dem Kanton Basel-Landschaft.

Die Polizei schreibt weiter: „So ergaben sich anhand von Erkenntnissen aus Einvernahmen sowie polizeilichen Ermittlungen konkrete Verdachtsmomente, dass der Mann in direkter Verbindung mit dem Ableben der Frau steht. Es bestehen unter anderem Hinweise, dass der Mann mit der Frau am späteren Fundort zugegen war.“ Seitdem gab es keine weitere offizielle Medienmitteilung der Kantonspolizei Bern zum Thema. Die Ermittlungen laufen demnach weiter.

Laut Blick.ch-Bericht vom 28.1. sei zu dem Zeitpunkt weiter unklar gewesen, ob Simone F. zuerst getötet und die Leiche dann in den See geworfen wurde. Oder aber ob sie bei lebendigem Leib ertrank.

Blick.ch hat jetzt auch mit den Eltern der Toten gesprochen. Die Mutter äußerte sich zu dem Verdächtigen. „Ich weiß nicht, wer der Mann ist“, wird sie in dem Artikel vom 2.2. zitiert. Sie könne sich vorstellen, dass ihre Tochter ihn aus der Partyszene kannte. „Da verkehren ja manchmal dubiose Gestalten.“

Die Heilpraktikerin, die ihre Tochter verloren hat, berichtet von deren schwierigem Aufwachsen. Von Jahren im Heim und mit Drogen. Jetzt schockt der viel zu frühe Tod alle, die sie kannten.

Schweiz: DJane (†31) tot mit Betonplatte in See gefunden „Was machte sie bloß da draußen?“

Unser Artikel vom 23. Januar 2021: Bern - Ein schockierender Fund im Thunersee am nördlichen Alpenrand im Berner Oberland (Schweiz) beschäftigt nicht nur die Polizei. Und es kommen immer mehr gruselige Details ans Tageslicht.

Wie die Berner Kantonspolizei am 18.1. (Montag) in einer ersten Pressenachricht mitteilte, sei am Vortag eine leblose Frau aus dem Thunersee geborgen worden. „Es muss von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden“, hieß es schon zu dem Zeitpunkt. Mit einer Beschreibung und mehreren Tattoo-Fotos wurde um Hinweise gebeten. Neben einer Eule hatte die Frau auf ihrem Rücken auch den Schriftzug „Gayle San“ tätowiert - es handelt sich bei Gayle San um eine DJane-Legende.

Schweiz: Identität der Toten inzwischen klar - Sie war DJane in Region Basel

Inzwischen ist die Identität der Frau klar. Es handelt sich laut Medienberichten um eine junge Frau aus Münchenstein. Sie wurde nur 31 Jahre alt. Ihren Tod bestätigte ihre Familie gegenüber Blick.ch. „Wir sind zutiefst betroffen und wir hoffen sehr, dass man den Täter schnell findet“, wird eine nicht näher genannte Angehörige zitiert. Sie habe „das nicht verdient. Es ist ein Schock für die ganze Familie.“

Gayle San, deren Name sie auf dem Rücken trug, sei ein großes Vorbild für sie gewesen. Denn auch die Schweizerin arbeitete als DJane in der Region Basel. „Sie legte nicht an ganz großen Festivals auf, aber als lokale DJane kannte man sie schon. Sie stand mal da mal dort an den Plattentellern“, erklärte ein Freund aus Muttenz gegenüber Blick.ch. „Aber Geld hat sie damit nicht wirklich verdient. Sie lebte von der Sozialhilfe.“ Er vermutet, dass die Frau psychische Probleme hatte. Wie sie an den Alpensee geriet, ist ihm ein völliges Rätsel. „Sie hatte zwar ein Zug-Abo, aber was machte sie bloß dort draußen? Für mich sieht es aus, als hätte sie jemand aus dem Auto geworfen und ‚entsorgt‘.“

Der DJ Denny Sutton (alias DJ Soulchild) veröffentlichte am Samstag eine lange Trauer-Nachricht bei Facebook. „Sie war auch immer sehr dankbar und lernbegierig und fragte scheu, ob sie hinter mir stehen und mir beim Auflegen zuschauen dürfte“, erinnert er sich und schreibt weiter: „Du bist auf brutaler und schrecklicher Art und Weise von uns genommen worden, aber ich hoffe deine Seele findet nun Ruhe und Frieden.“

Schweiz: Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei geht weiterhin von einem Tötungsdelikt aus. Sie bestätigt zwar inzwischen nicht den Namen (dies basiert lediglich auf Medienberichten), wohl aber, dass es sich um eine 31-Jährige aus dem Kanton Basel-Landschaft handle. Die Kantonspolizei Bern hat sich mit folgenden Fragen an die Bevölkerung gewandt:

  • Wer hat in den letzten Tagen, insbesondere auch in den Abend- und Nachtstunden, ein Fahrzeug beobachtet, welches sich beim Trottoir im Bereich des Seeufers zwischen Gunten und Merligen befand?
  • Wer hat in den letzten Tagen im Bereich des Seeufers zwischen Gunten und Merligen etwas Auffälliges im Wasser gesichtet?
  • Wer hat in den letzten Tagen festgestellt, dass irgendwo im Kantonsgebiet oder auch außerhalb eine Sicherheitsfußplatte/Backe (gemäß Bild) abhanden gekommen ist?
Die Polizei bittet um Hinweise zu dieser so genannten Sicherheitsfußplatte.

Die ersten Hinweise seien bereits eingegangen. Warum nach Angaben zu dem schweren Sockel gesucht wird, teilt die Polizei nicht offiziell mit. Ein Freund sagte laut 20min.ch, dass die „sterblichen Überreste mit einem circa 40 Kilogramm schweren Fußsockel erbarmungslos“ versenkt worden seien. Das bestätigte die Polizei im Detail nicht, Sprecherin Ramona Mock sagte dem Portal lediglich: „Die Sicherheitsfußplatte wurde zusammen mit der leblosen Frau gefunden.“ Den Berichten zufolge herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit nach dem Tod der Schweizerin in den Sozialen Medien. Die Münchner Szene befindet sich in Trauer um einen echten Kenner der Stadt, der nach einer Corona-Erkrankung starb. (tz)

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