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Wieder starkes Beben in Japan: Tsunami-Warnung aufgehoben

Tokio - Ein schweres Erdbeben hat die Unglücksregion im Nordosten Japans erschüttert. Eine Tsunamiwarnung wurde mittlerweile wieder aufgehoben. In zwei Atom-Anlagen fiel die externe Stromversorgung aus.

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In der Präfektur Miyagi wurden nach Polizeiangaben alle Autobahnen geschlossen. In den Atomkraftwerken Fukushima Eins und Zwei seien dem Betreiber Tepco zufolge keine neuen abweichenden Werte gemessen worden. Die Region Miyagi war bereits bei dem verheerenden Beben der Stärke 9,0 und dem Tsunami vor vier Wochen schwer getroffen worden. Der Katastrophe vom 11. März fielen letzten Schätzungen zufolge 27 600 Menschen zum Opfer. 12 600 Tote sind bisher offiziell bestätigt.

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Der japanische Fernsehsender NHK-Englisch wiederholte kurz nach dem Beben kontinuierlich folgende Informationen: Das Erdbeben habe ein geschätzte Stärke von 7,4 gehabt, es habe um 23:32 Uhr lokaler Zeit (16:32 deutscher Zeit) im Bereich der Präfektur Miyagi stattgefunden. Das Zentrum des Bebens habe 40 Kilometer unter dem Meeresgrund gelegen. Die Menschen an der Küste sollen sich augenblicklich in höhere Lagen zurückziehen. Eine Tsunami-Warnung wurde herausgegeben. 90 Minuten nach dem Erdbeben wurde diese aber wieder aufgehoben.

Stromausfall im Nordosten des Landes

Nach dem schweren Nachbeben ist in weiten Teilen der Region der Stom ausgefallen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Betroffen seien die Präfekturen Miyagi, Iwate, Aomori und Akita.

Fachleute hatten in den vergangenen Tagen mehrfach davor gewarnt, dass ein starkes Beben die ohnehin instabile Lage in den Unglücksreaktoren weiter verschärfen könnte.

In einer Nuklear- und einer Wiederaufbereitungsanlage war nach dem Beben offiziellen Angaben zufolge die normale Stromversorgung unterbrochen worden. Der japanischen Atomaufsicht NISA lagen etwa 45 Minuten nach dem Beben keine Informationen über “Anomalien“ in den schwer havarierten Reaktoren in Fukushima-Daiichi vor. Die Mitarbeiter seien allerdings evakuiert worden, sie hätten sich in spezielle Schutzräume zurückgezogen. Auch in dem etwas südlicher gelegenen Atomkraftwerk Fukushima-Daini seien die Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden. Verletzte habe es nicht gegeben, sagte der NISA-Sprecher während einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz. Die Wassereinspeisung in den Reaktoren 1 bis 3 werde fortgesetzt.

Im Kernkraftwerk in Onagawa sei die externe Stromversorgung ausgefallen, eine Versorgung per Diesel-Generator aber funktioniere. Hier seien keine erhöhten Strahlenwerte festgestellt worden, sagte der NISA-Sprecher. Auch in der sehr weit nördlich gelegenen Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho sei die reguläre Stromversorgung ausgefallen. Auch hier arbeiteten Diesel-Generatoren.

dpa/dapd

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