Suchaktion im Hamburger Volkspark

Seit 19 Jahren verschwunden: Suche nach vermisster Hilal beendet

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Die Hamburger Polizei sucht nach der Leiche der vermissten Hilal im Altonaer Volkspark.

Sie wollte nur Süßigkeiten kaufen, dann war Hilal aus Hamburg verschwunden. Das Verschwinden des Mädchen sorgte vor fast 20 Jahren für Aufsehen. Die Polizei ist neuen Hinweisen nachgegangen.

Suche nach vermisster Hilal in Hamburg beendet

Update vom 11. September 2018

Eine großangelegte Suche nach dem seit fast 20 Jahren vermissten Mädchen Hilal in einem Hamburger Park hat keine neuen Erkenntnisse gebracht. Die Aktion im Altonaer Volkspark werde am Dienstag nicht fortgesetzt und sei in der Nacht ergebnislos abgebrochen worden, sagte ein Sprecher. Einsatzkräfte der Polizei hatten seit Montagvormittag bis zum frühen Dienstagmorgen um 2.00 Uhr mit einem Bagger, einem Leichenspürhund und Schaufeln ein abgesperrtes Gebiet durchforstet.

Seit dem 27. Januar 1999 wird das damals zehnjährige türkische Mädchen Hilal vermisst. Sie wurde zuletzt in einem Einkaufszentrum in Hamburg gesehen. Hintergrund der wiederaufgenommenen Suche war laut Polizei ein Hinweis von einem Zeugen in August, der Angaben machte, wo das Mädchen möglicherweise verscharrt worden sei.

Seit 19 Jahren verschwunden: Polizei sucht vermisstes Mädchen in Hamburg

Die Meldung vom 10. September 2018:

Hamburg - Mehr als 19 Jahre nach dem Verschwinden des vermissten Mädchens Hilal verfolgt die Hamburger Polizei nun eine neue Spur in dem Fall. Nach einem aktuellen Zeugenhinweis begannen mehr als 50 Beamte am Montag eine Suche nach der Leiche des Kindes im Altonaer Volkspark, wie ein Polizeisprecher sagte. In einem abgesperrten Gebiet entfernten Bereitschaftspolizisten das Untergehölz und fegten den Waldboden. Dann untersuchten sie den Untergrund mit Sondierungsstangen nach Auffälligkeiten. Zwei Mini-Bagger standen bereit, ebenso wie ein Leichenspürhund. Zunächst hatte „bild.de“ über die Suchaktion berichtet.

Hilal wird seit dem 27. Januar 1999 vermisst 

Das türkische Schulmädchen aus dem Stadtteil Lurup hatte am 27. Januar 1999 ein gutes Halbjahreszeugnis nach Hause gebracht. Der Vater erlaubte der damals Zehnjährigen, sich Süßigkeiten im benachbarten Einkaufszentrum „Elbgaupassage“ zu kaufen. Seitdem wird Hilal vermisst. Zunächst hatte sich der Verdacht gegen die Familie gerichtet, dann gegen einen Mann, der schon mal ein Kind entführt hatte. Ihm war im Fall Hilal aber nichts nachweisbar.

2005 nahm die Polizei einen anderen Mann fest, der bereits ein Mädchen gewürgt hatte. Er gestand der Mordkommission, Hilal entführt und getötet zu haben. Als die Polizei am nächsten Tag mit ihm zur Suche nach der Leiche in den Volkspark fuhr, sah der Verdächtige, dass Pressevertreter schon auf ihn warteten. Daraufhin widerrief er sein Geständnis und weigerte sich, den genauen Ort zu zeigen, an dem er angeblich die Leiche abgelegt hatte. Die Polizei hatte vergeblich nach den Überresten des Kindes gesucht. Nun habe sich ein neuer Zeuge gemeldet und einen Hinweis auf einen Ort in der Nähe des damals durchsuchen Areals gegeben, sagte der Polizeisprecher.

Die Polizei sucht im Hamburger Volkspark nach der Leiche des vermissten Mädchens.

Löst die Soko „Cold Cases“ nun den rätselhaften Fall?

Anfang des Jahres, genau 19 Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens, hatte die Soko Cold Cases einen neuen Anlauf in den Ermittlungen gestartet. Die Polizei brachte eine sogenannte Fahndungserinnerung in dem Einkaufszentrum an, wo das Kind zuletzt gesehen worden war. Auf der Tafel ist ein Bild des Mädchens sowie ein Zeugenaufruf zu sehen. Für den entscheidenden Hinweis lobte die Staatsanwaltschaft Hamburg eine Belohnung von 5000 Euro aus. Hilal ist das einzige Kind in Hamburg, das seit langer Zeit vermisst wird.

Das Mädchen Hilal Ercan verschwand am 27. Januar 1999 spurlos.

Die Polizei in Bayern untersucht derzeit einen 30 Jahre alten Vermisstenfall, wie Merkur.de* berichtet. Geheimnisvollen Grabungen an der Staatsstraße 2195 im Landkreis Hof sorgen für Gesprächsstoff bei den Anwohnern. 

dpa


*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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