Weil sie nicht beitreten wollte

Sektenanhänger erschlagen Frau in McDonald's

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Ein Handy-Video zeigt, wie eines der festgenommenen Sektenmitglieder immer wieder auf die am Boden liegenden Frau mit einer Metallstange einprügelt.

Peking - Mitglieder einer Sekte wollten in einem McDonald's-Restaurant in China eine junge Frau anwerben. Als diese ablehnte, starb sie einen grauenvollen Tod vor den Augen der Kunden.

Wie das chinesische Staatsfernsehen CCTV berichtet, hätten sechs Frauen und Männer einer Sekte die etwa 25 Jahre alte Frau am Mittwoch in einer Filiale der US-Fast-Food-Kette in der ostchinesischen Küstenstadt Zhaoyuan erschlagen. Diese hatte offensichtlich ihre Telefonnummer nicht herausgeben wollen, als sie aufgefordert wurde, der Vereinigung Quannengshen beizutreten.

Auf einem Handy-Video, das möglicherweise von einem der anwesenden Kunden aufgenommen wurde, prügelt ein Mann immer und immer wieder mit einer Metallstange auf die am Boden liegende wehrlose Frau ein. Aufnahmen aus der Überwachungskamera zeigen, dass keiner der Gäste einschreitet, während das Opfer laut um Hilfe schreit.

Ein Mitarbeiter des Restaurants alarmierte die Polizei, die nach nur vier Minuten den Tatort erreichte. Dort war der brutale Angriff noch in vollem Gange. Die Frau wurde umgehend in eine Krankenhaus gebracht, wo sie jedoch kurz darauf ihren massiven Verletzungen erlag. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur wurden alle sechs Verdächtigen - darunter ein Mann, seine zwei Töchter und ein minderjähriger Sohn - festgenommen.

"Sie war das Böse"

Der Vater gestand die Tat laut dem englischsprachigen Nachrichtenportal china.org.cn bereits. "Sie war das Böse", zitiert ihn der Online-Artikel. Der arbeitslose ehemalige Geschäftsmann war der Sekte 2005 beigetreten und hatte seine Familienmitglieder in Folge ebenfalls rekrutiert.

Die angeblich im Jahr 1995 von der chinesischen Regierung verbotene Bewegung, deren Name so viel wie „Allmächtiger Geist“ bedeutet, wirbt mit einer verzerrten Auslegung des Bibel um Anhänger. Denen wird kompromissloser Gehorsam abverlangt, wer aussteigt, wird bestraft, heißt es in dem Bericht. Ein chinesischer Sektenexperte nannte den Kult "unreligiös und unmenschlich".

Im April waren im südchinesischen Jiangmen acht Mitglieder der Gruppe zu Haftstrafen verurteilt worden, weil sie 2012 Sektenmaterial verbreitet haben sollen, hieß es in einem Bericht der „Southern Metropolis“.

hn/dpa

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