Sex-Mail an Beamten als Dienstunfall gewertet

Düsseldorf - Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat das Betrachten einer sexuell anstößigen Mail durch einen Beamten als “Dienstunfall“ anerkannt.

Die E-Mail hatte der Beamte von seinem Vorgesetzten erhalten. Nach dem Anschauen der Bilder, die das Gericht als “abstoßende Darstellungen weiblicher Geschlechtsorgane“ umschrieb, meldete der Landesbeamte den Vorgang als Dienstunfall, durch den er eine psychische Erkrankung davongetragen habe.

Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger bestätigte dies: Der Landesbeamte leide, verursacht durch die Bilder, an einer Zwangsstörung, die sich in Zwangsgedanken äußere, berichtete ein Sprecher des Gerichts am Freitag. Nun muss das Land Nordrhein- Westfalen für sämtliche Behandlungskosten und Spätfolgen aufkommen (Az.: 23 K 2535/07).

dpa

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