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Corona-Fall löst Massenpanik in chinesischer Ikea-Filiale aus: Videos zeigen chaotische Fluchtszenen

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Von: Nadja Zinsmeister

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Menschen versuchen sich durch die Eingangstüren eines Ikeas nach draußen zu schieben.
Auf Twitter kursiert ein Video, in dem Menschen versuchen, sich durch die Eingangstüren eines Ikeas nach draußen zu schieben. © Screenshot Twitter @Donna Wong

In einer Ikea-Filiale in China löst ein Corona-Fall eine Massenpanik aus. Kunden versuchen verzweifelt, vor einer Zwangs-Quarantäne zu fliehen. 

Shanghai - In einer Ikea-Filiale in Shanghai (China) haben sich am Samstag (13. August) offenbar dramatische Szenen ereignet. Aktuell kursieren Videos auf Twitter, die eine Massenpanik in der chinesischen Großstadt dokumentieren wollen. Darauf zu sehen: Menschen strömen in Scharen zu den Ausgängen des Möbelhauses. Chinesische Sicherheitskräfte versuchen währenddessen, die Türen vor den Massen zu schließen. Die Menschen drücken sich mit aller Kraft dagegen, einige können entkommen und fliehen.

China: Ikea-Kunde hatte wohl Kontakt zu Corona-Infizierten

Grund für diese Massenpanik soll ein Corona-Fall gewesen sein, wie das Handelsblatt berichtet. So habe laut chinesischen Behördenangaben einer der Kunden zuvor engen Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt. Deshalb wurden dort „vorübergehende Kontrollmaßnahmen“ durchgeführt, zitiert die Zeitung die Behörden weiter. Der Markt im Viertel Xuhui sei auf Anordnung der Gesundheitsbehörden geschlossen worden. 

Alle Personen, die sich zu dem Zeitpunkt in dem Ikea-Markt befanden, hätten aufgrund des Vorfalls zwei Tage lang in Quarantäne und anschließend weitere fünf Tage unter einer gesundheitlichen Überwachung verbringen müssen. Das habe Zhao Dandan von der Shanghaier Gesundheitskommission am Sonntag (14. August) auf einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Lockdown in chinesischem Ikea führt zu Massenpanik und Fluchtversuchen

Der kurzfristig angekündigte Lockdown löste bei den Kunden des Ikea-Marktes jedoch weniger Gehorsam, sondern viel mehr Panik aus, wie in den Twitter-Videos zu sehen ist. Das dürfte unter anderem auf den zwei monatelangen Lockdown im Frühjahr zurückzuführen sein, bei dem die Regierung die gesamte chinesische Metropole unter „Hausarrest“ gestellt hatte.

Dass China relativ schnell Geschäfte, Viertel oder ganze Städte unter Quarantäne stellt und abschottet, ist keine Seltenheit. Die Maßnahmen sind eine Folge der Null-Covid-Strategie, die das Land fährt. Diese löste bereits mehrere panische Fluchtversuche bei den chinesischen Bürgern in der Vergangenheit aus. In den USA bietet ein Ikea unterdessen nun offenbar sogar Mode an. (nz)

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