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Diese Corona-Regeln gelten bundesweit ab Montag

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Von: Martina Lippl

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Corona in Deutschland: Ab 2. April fällt die Maskenpflicht beim Einkaufen.
Corona in Deutschland: Ab 2. April fällt die Maskenpflicht beim Einkaufen. © Frank Hoermann/imago

Weitreichende Corona-Maßnahmen fallen in großen Teilen Deutschland weg. Was gilt ab Montag bundesweit? Was gilt in den Hotspots? Ein Überblick.

München - Das Ende zahlreicher bundesweiter Corona*-Regeln steht bevor. Nach zwei Wochen Übergangsfrist laufen die „alten“ Corona-Maßnahmen am 2. April aus. Das hat der Bundestag in seinem neuen Infektionsschutzgesetz am 18. März 2022 beschlossen. Was bleibt, ist ein sogenannter Basisschutz. Das klingt einfach. Doch angesichts der Kritik und Diskussionen über den neuen Corona-Fahrplan fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Denn es gibt ja noch die sogenannte Hotspot-Regel. Davon machen von den 16 Bundesländern vorerst nur Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern Gebrauch. In Hotspots gelten weitergehende Corona-Auflagen. Das Landesparlament muss zuvor für die Region eine drohende kritische Corona-Lage feststellen.

Maskenpflicht - Das gilt ab dem Montag (4. April) bundesweit

FFP2-Maskenpflicht fällt generell weg - außer Supermarkt oder Restaurant pocht auf sein Hausrecht

Das Tragen einer FFP2-Maske in Schulen, sowie im Einzelhandel oder in der Gastronomie ist nach dem neuen Gesetz ab dem 2. April 2022 nicht mehr vorgesehen. Allerdings können Supermärkte oder auch Kultureinrichtungen, wie Theater oder Museen, per Hausrecht eine Maskenpflicht anordnen. Betreiber von Restaurants und Hotels könnten ebenfalls nur Zugang mit FFP2-Maske erlauben und auch Zugangsbeschränkungen wie die 3G-Regel verhängen - also die Vorlage von Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen. Rechtfertigung wäre demnach „das Schutzbedürfnis des Unternehmers für seine Mitarbeiter, seine Gäste und sich selbst“.

Maskenpflicht bei Aldi, Ikea und C&A - Das gilt ab 2. April in Discountern und Supermärkten

Shoppen ist ab dem 2. April ohne Maske möglich. Es gibt keine Pflicht zum Tragen einer Maske mehr. Große Supermarktketten und Discounter wie Aldi, Rewe und Co. lehnen eine Maskenpflicht per Hausrecht ab*. Auch Firmen wie Ikea oder C&A haben sich dagegen ausgesprochen. Dagegen wollen beispielsweise einige Theater und Museen in Berlin ab dem 2. April weiter an der Maskenpflicht festhalten.

Corona-Testpflicht - Das gilt ab dem 2. April bundesweit

Was gilt nach der Hotspot-Regel?

Damit Hotspot-Regeln gelten, müssen Länderparlamente eine Region oder auch einen Stadtteil zu einem Hotspot erklären. Das jeweilige Landesparlament muss das per Beschluss feststellen. Hotspots sind dem neuen Infektionsschutzgesetz zufolge Gebiete, in denen „die konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage besteht“. Das ist dann gegeben, wenn sich eine gefährliche Virusvariante ausbreitet – oder die Infektionszahlen stark steigen und zugleich eine Überlastung der Krankenhäuser droht.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) führte vier Kriterien an, die für einen Hotspot gelten könnten, wobei diese nicht alle zugleich zutreffen müssten: die Verschiebung planbarer Eingriffe in Krankenhäusern wegen Corona, die Gefährdung der Notfallversorgung, das Unterschreiten von Personal-Untergrenzen im Pflegebereich und der Zwang zur Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser.

In Hotspots können weitergehende Maskenpflichten angeordnet werden als die im Basisschutz vorgesehenen – etwa auch in Supermärkten und der Gastronomie. Möglich ist auch die Wiedereinführung eines Abstandsgebots von 1,50 Metern im öffentlichen Raum, insbesondere in Innenräumen.

Die Hotspot-Regelung erlaubt zudem das Einführen oder Beibehalten bestimmter Test- oder Nachweispflichten. Einrichtungen oder Angebote mit Publikumsverkehr können außerdem zur Erarbeitung von Hygienekonzepten verpflichtet werden. Die verschärften Maßnahmen enden automatisch, wenn sie das jeweilige Landesparlament nicht spätestens nach drei Monaten verlängert.

Corona-Hotspot - Das gilt ab dem 2. April 2022

Im Hotspot Hamburg gilt ab dem 2. April deswegen weiter eine FFP2-Maskenpflicht und das 2G-Plus-Zugangsmodell für Clubs und Diskotheken. In Innenräumen muss eine FFP2-Maske getragen werden sowie in Bus und Bahn, in öffentlichen Räumen, bei Veranstaltungen, auf Stadt-Rundfahrten und auch in geschlossenen Booten. Beim Friseur und im Einzelhandel bleibt die Maske auf. Auch in der Gastronomie. Eine kleine Ausnahme gibt es: in Geschäften des täglichen Bedarfs genügt eine medizinische Maske - OP-Maske. In Schulen bleibt die Maskenpflicht, doch diese soll gelockert werden. Ab dem 4. April können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Maske am Arbeitsplatz und im Unterricht abnehmen, teilte die Schulbehörde mit. Es bestehe aber kein Zwang, die Maske abzunehmen.

Mecklenburg-Vorpommern verlängert Corona-Regeln bis 27. April 2022

Mecklenburg-Vorpommern schöpft die im neuen Infektionsschutzgesetz vorgesehen Schutzmaßnahmen bis zum 27. April aus. Dazu gehören Maskenpflichten, Abstandsregeln und Testpflichten für Ungeimpfte im Rahmen der 3G-Regelung. Eine FFP2-Maske ist nicht länger vorgeschrieben, eine OP-Maske reicht aus. Im Tourismus gilt weiterhin bei der Anreise die 3G-Regelung. Ab Ostern soll die 3G-Regel allerdings in Restaurants aufgehoben werden. Bei Veranstaltungen bleibt es bei 3G - nur Geimpfte, Genesene und tagesaktuell Getestete - haben im Fitnessstudio oder auf Veranstaltungen Zutritt. (ml mit Material der afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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