Weltweit Tote und Verletzte durch Silvester-Böller

Berlin - Auf der ganzen Welt kamen Menschen ums Leben und wurden verletzt, als sie zu Silvester Böller zünden wollten. Auch in Deutschland endeten einige Neujahrs-Knallereien tragisch.

Vier Menschen sind sind allein in Bayern bei Bränden ums Leben gekommen, mindestens 16 wurden verletzt. Der Sachschaden geht in die Millionen. Im Freistaat starb ein Mann durch einen selbst gebastelten Feuerwerkskörper. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Samstag mitteilte, zündete er wenige Minuten nach Mitternacht den Sprengkörper. Durch die Explosion erlitt der Mann so schwere Kopfverletzungen, dass er noch am Unglücksort starb.

Ein Mann in München zerfetzte sich die Hand, als er einen Silvester- Knaller loslassen wollte. In Völklingen (Saarland) riss ein Silvesterkracher einem jungen Mann mehrere Finger ab. Der 19-Jährige habe den Böller in der Hand gehalten und nach dem Anzünden zu spät weggeworfen, teilte die Polizei mit. Ein neben ihm stehender 18-Jähriger verletzte sich an der Schulter.

Ein Böller-Bastler in Kiel verletzte sich am Silvestertag schwer und verursachte eine stundenlange Evakuierung benachbarter Häuser, etwa 60 Menschen mussten zeitweise ihre Wohnungen verlassen. Das Munitionsräumkommando musste anrücken, um weitere gefundene Sprengstoff-“Selbstlaborate“ zu entschärfen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mitteilte. Der 31-Jährige hatte sich bei einer Explosion schwer an Hand und Gesicht verletzt.

Verletzungen mit Böllern auch in Hamburg: Einem 20-Jährigen wurde ein Finger abgerissen. Hart traf es auch eine 27-Jährige: Aus Unachtsamkeit explodierte eine Rakete direkt neben ihrem Kopf. Sie erlitt Verbrennungen im Gesicht und ein Knalltrauma. Ein 26-jähriger verletzte sich beim Zünden eines Böllers schwer an der rechten Hand.

Auch im Ausland gab es Tote und Verletzte: In den Niederlanden kam in der Silvesternacht ein 13-Jähriger bei einem illegalen Feuerwerk ums Leben. Der Junge schaute auf einem Campingplatz bei der Stadt Harderwijk (Provinz Gelderland) gemeinsam mit seinen Eltern zu, als Unbekannte einen nicht zugelassenen Feuerwerkskörper zündeten. Er erlitt schwere Verletzungen und starb im Krankenhaus, teilte die Polizei mit. In Den Haag wurden vier Polizisten von Raketen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Auf den Philippinen starben vier Menschen bei den Feierlichkeiten: Drei wurden von verirrten Patronen tödlich getroffen, ein 19-Jähriger wurde bei einem Streit über das Feuerwerk erstochen.

Ein Toter und 500 Verletzte - das ist die traurige Bilanz der italienischen Silvesternacht. Die Zahl der Verletzten sei damit im Vergleich zum Vorjahr (511) sogar etwas gesunken, wie die italienische Polizei am Neujahrstag mitteilte. Unter den Opfern seien auch 127 Minderjährige, 59 von ihnen Kinder unter zwölf Jahren. Mindestens acht Menschen erlitten Verletzungen durch Schusswaffen. Bei einer Silvesterfeier im süditalienischen Crispano wurde ein 39-Jähriger versehentlich auf seinem Balkon von einer verirrten Patrone getroffen. Er war sofort tot. In Süditalien wird zum Jahreswechsel oft in die Luft geschossen. Mindestens 70 Menschen wurden im Raum Neapel nach italienischen Medienberichten durch Knallkörper verletzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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