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Schwere Explosion fordert vier Todesopfer - Feuerwehr sucht mit Händen weiter nach Vermissten

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Von: Martina Lippl

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Schwere Gasexplosion auf Sizilien fordert Todesopfer.
Schwere Gasexplosion auf Sizilien fordert Todesopfer. © Vigili del Fuoco

Die Explosion war gewaltig: Drei Gebäude stürzen ein und drei weitere werden schwer beschädigt. In den Trümmern suchen Feuerwehrleute mit ihren Händen nach Überlebenden.

Ravanusa - Es war etwa gegen 20.30 Uhr, als ein lauter Knall die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Eine Explosion zerstörte ein vierstöckiges Wohnhaus auf Sizilien (Italien) und riss mehrere Menschen in den Tod. Durch die Detonation wurden auch anliegende Gebäude teils zerstört. Feuerwehrleute fanden eine vierte Leiche. Es könnte eine Frau sein, berichtet die italienische Nachrichtenagentur ansa.it.

Gebäude stürzt nach Explosion ein: Vier Tote und fünf Vermisste

Zuvor waren die Leichen von zwei Frauen und einem Mann aus den Trümmern geborgen worden, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Zwei Überlebende konnten von den Einsatzkräften gerettet werden, fünf Menschen werden noch vermisst. Unter ihnen eine junge Krankenschwester, die hochschwanger sein soll und ihr Mann.

Seit Stunden graben die Feuerwehrleute mit den Händen in den Trümmern nach den Vermissten. Sie vermeiden den Einsatz von mechanischen Hilfsmitteln in der Hoffnung, dass noch jemand am Leben ist. Retter haben Stimmen unter den Trümmern gehört, berichtet die italienische Zeitung La Repubblica. Deswegen sind Baggerfahrzeuge derzeit verboten. Die Trümmer sollen mit großer Vorsicht beseitigt werden.

Nach Gasexplosion - Unglücksort sieht aus wie Kriegsszenario

Vermutlich war ein Gasleck wegen einer defekten Leitung Auslöser des Unglücks. Videos der Feuerwehr zeigten Trümmerteile in weiter Entfernung, Staub und Schuttberge. Immer wieder flammten Feuer auf. Spürhunde suchten in den Trümmern.

„Es scheint wie Beirut“, sagte der Chef des regionalen Zivilschutzes, Salvo Cocina, der Nachrichtenagentur Adnkronos mit Blick auf die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt. Er sprach von zersplittertem Glas und Trümmern, die Dutzende Meter vom Ort der Explosion weggeschleudert worden seien.

„Auf einmal war das Licht weg, und dann kamen das Dach und der Boden runter“, zitierten Medien die 80 Jahre alte Bewohnerin Rosa Carmina, die aus dem Haus gerettet wurde. Sie sei unter Schutt eingeklemmt gewesen und habe um Hilfe geschrien. Der Bürgermeister des etwa 10.000 Einwohner zählenden Ortes bei Agrigent im Süden der Insel spricht von einer „Tragödie“.

„Mehr als drei Wohnhäuser sind von den Flammen erfasst worden. Da sind Stimmen unter den Trümmern“, sagte Carmelo D‘Angelo. Entgegen erster Berichte würden doch keine Kinder vermisst.

Ursache für gewaltige Explosion zunächst noch unklar

Wie es genau zu der Explosion kam, muss nun untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. „Die Ursachen, die die Explosion ausgelöst haben, sind noch nicht nachvollziehbar“, erklärt der Zivilschutz, wie La Repubblica berichtet.

„Das Gas hat sich entweder unter der Erde oder in einer geschlossenen Umgebung angesammelt. Die Aktivierung des Aufzugs könnte auch die Explosion ausgelöst haben“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Agrigento, Giuseppe Merendino laut ansa.it. (dpa/ml)

Schwere Unwetter haben in Süditalien in den vergangenen Monaten immer wieder heimgesucht. „Apokalyptische Szene“ spielten sich ab, als ein Tornado die Küste trifft.

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