So haben Einbrecher keine Chance

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In Hamburg und Bremen sind Einbrecher besonders oft am Werk. Weitere Statistiken finden Sie unter www.hausrat-info24.de.

In der Herbstzeit steigt das Einbruchrisiko. Wenn die Tage kürzer werden, fühlen sich Einbrecher in der Dunkelheit geschützt und schlagen zu. Bereits mit einfachen Sicherheitsvorkehrungen können Sie Langfingern jedoch das Leben schwer machen.

Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Im Jahr 2011 erfasste die Polizei in Ihrer Kriminalstatistik fast 133.000 Wohnungseinbrüche – ein Anstieg um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Aufklärungsquote war es umgekehrt. Sie sank von 14,8 auf 8,6 Prozent. Mit anderen Worten: Die Polizei ist oft machtlos gegenüber Einbrechern. Sie kann das Übel nur bekämpfen, wenn die Bürger Ihre Wohnungen besser absichern.

Das Risiko, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist im Norden Deutschland höher als im Süden. Laut Kriminalstatistik stehlen Einbrecher besonders häufig bei Bewohnern der Großstädte Bremen, Hamburg und Berlin. Die größte Zuwachsrate an Einbrüchen verzeichnet das Bundesland Sachsen mit 21,2 Prozent mehr Einbrüchen als im Vorjahr. Es folgen Hessen und Schleswig-Holstein.

Das Bild am Tatort ist bundesweit immer das gleiche: aufgebrochene Türen und Fenster, demolierte Zimmer, durchwühlte Schränke. Beliebt ist vor allem Diebesgut, das leicht und unauffällig transportiert werden kann, wie Geld oder Schmuck. Computer und Flachbildfernseher bleiben dagegen relativ häufig zurück. Finanzielle Schäden übernimmt in der Regel die Versicherung. Das Schlimmste für die Opfer, ist jedoch, dass sie sich in Ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen.

So schützen Sie sich vor einem Wohnungseinbruch:

  • Immer zusperren
    Ziehen Sie Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie sie immer ab. Halten Sie Fenster geschlossen und nicht nur gekippt. Ansonsten dauert das Aufhebeln einer Wohnungstür oder eines Fensters nur zehn Sekunden und der Einbrecher ist im Haus.
  • Vorsichtiges Verhalten bei unbekanntem Besuch
    Wenn Sie daheim sind, sollten Sie auf Klingeln an der Haustür oder Telefonanrufe immer reagieren. Einbrecher vergewissern sich so oft, ob sie ungestört zur Tat schreiten können. Öffnen Sie die Tür aber nie bedenkenlos. Ein Türspion oder eine Gegensprechanlage geben Sicherheit.
  • Anwesenheit vortäuschen
    Ob bei längerer oder nur kurzer Abwesenheit: Wohnungen oder Häuser sollten grundsätzlich den Eindruck erwecken, dass jemand zu Hause ist. Halten Sie das Garagentor geschlossen, auch wenn das Auto nicht drin steht. Ziehen Sie die Rollläden tagsüber nach oben.
    Wenn Sie verreisen, lassen Sie Lampen am besten durch Zeitschaltuhren steuern und bitten Sie Nachbarn, Ihren Briefkasten zu leeren.
  • In Technik investieren
    Einfache mechanische Sicherungsmaßnahmen bieten den besten Schutz und sind nicht teuer. Nach einer Studie des Lehrstuhls für Kriminologie der Uni Bochum arbeiten 90 Prozent der Einbrecher nur mit einem Schraubendreher, um bei einer Polizeikontrolle nicht durch spezielles Tatwerkzeug aufzufallen. Deshalb müssen sie sich bereits geschlagen geben, wenn sie auf Türen, Fenster und Rollläden der sogenannten Widerstandsklasse RC 2N stoßen. Dabei ist dies nur die zweitniedrigste der sechs Widerstandskategorien. Fenster und Türen einfacher Bauart können mit massiven Schubriegeln, Vorlegestangen oder Querriegelschlössern nachträglich verstärkt werden.
  • Alarmanlagen und Hunde schrecken Einbrecher ab.
    Wenn Sie eine Alarmanlage installieren, halten Sie laut Statistik die Hälfte der Einbrecher vor Ihrem Haus fern. Professionelle Diebe legen die Alarmanlage aber innerhalb von Sekunden lahm. Besseren Schutz bietet ein Wachhund. Allein ein Schild mit der Aufschrift „Hier wache ich“ schreckt drei Viertel der Einbrecher ab.
  • Rat bei der Polizei suchen
    Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, informieren Sie sich kostenlos bei einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Die Beamten schauen sich die Situation vor Ort an und empfehlen Ihnen individuelle Vorkehrungsmaßnahmen.

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