Forscher: Frauen klüger als Männer

So können Sie Ihren IQ steigern

London - Ein Forscher aus Neuseeland will herausgefunden haben, dass Frauen klüger sind als Männer. Gibt es Möglichkeiten, den IQ zu steigern? Hilft Gehirnjogging wirklich?

Diese Diskussion kennt jedes Paar: Sie bittet Ihn, etwas zu erledigen, um nach einiger Zeit festzustellen, dass Er gerade mal die Hälfte der Aufgabenliste abgearbeitet hat. „Ich kann eben nicht mehrere Sachen gleichzeitig machen“, wird Er sagen und Sie genervt oder spöttisch antworten: „In der Zeit hab ich dreimal so viel geschafft wie du.“

Genau dieses weibliche Talent zum Multitasking hat jetzt vermutlich die Intelligenzforschung revolutioniert: Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass Männer aufgrund genetischer Unterschiede einen höheren Intelligenzquotienten (IQ) als Frauen besitzen. Jahrzehntelang lagen Frauen bei Tests im Schnitt fünf Punkte hinter den Männern.

Forscher der neuseeländischen Universität Otago fanden nun heraus, dass die weiblichen IQ-Werte dieses Jahr erstmals höher sind als die der Männer. Die Tendenz habe sich bereits in den letzten Jahren angedeutet. „In den vergangenen hundert Jahren hat der IQ von Männern und Frauen zugenommen, aber bei Frauen schneller“, erklärt Forschungsleiter James Flynn in der britischen Sunday Times. Die Entwicklung sei eine Konsequenz der Moderne, die immer abstrakteres Denken voraussetze: „Die Komplexität der modernen Welt erfordert eine Anpassung unserer Gehirne und lässt damit den IQ ansteigen.“

Dass Frauen in puncto Intelligenz schneller zulegen als das starke Geschlecht, erklärt Flynn mit deren anspruchsvollerer Lebensführung. Frauen bräuchten die Fähigkeit zum Multitasking, um die beruflichen Anforderungen zu meistern und gleichzeitig die Familie zu managen. Zudem würden sich Frauen gesünder ernähren und sich erst langsam ihrem vollen geistigen Potenzial bewusst werden – Stichwort Emanzipation. Forscher Flynn ist sich deshalb sicher: „Der Effekt der Moderne auf Frauen beginnt gerade erst, sich auszuwirken.“

Flynn ist auf dem Gebiet der Intelligenzforschung kein Unbekannter: Bereits in den 1980ern sorgte er mit dem nach ihm benannten Flynn-Effekt für Aufsehen. In seinen Untersuchungen hatte der Wissenschaftler damals festgestellt, dass die Durchschnittsintelligenz in Industrieländern innerhalb von 50 Jahren im Schnitt um drei bis acht Prozent gestiegen war. Der IQ der deutschen Bevölkerung nahm nach seinen Berechnungen zwischen 1954 und 1981 um 17 Punkte zu. Auch damals erklärte Flynn sich den Anstieg durch verbesserte Ernährung und das immer komplexer werdende tägliche Leben. Seine jüngsten Ergebnisse, gestützt durch weitere Datenerhebungen, will Flynn bald veröffentlichen.

isp

So können Sie Ihren IQ steigern

So schlau wie Sharon Stone (IQ-Wert von 154)? So intelligent wie Shakira (140)? So hell wie Arnold Schwarzenegger (135) oder Al Gore (134)? Damit sind diese Promis wesentlich besser als der durchschnittliche Mensch – er kommt auf einen Wert von 100. Muss man sich mit dem abfinden, was man von Geburt an im Kopf hat? Oder lässt sich der IQ individuell steigern? Darüber ist man sich in der Wissenschaft uneins. Eine Studie der Universität Cambridge aus dem Jahr 2010 kommt zu dem Schluss, dass Training des Gehirns zum Zweck der Steigerung der allgemeinen Intelligenz nicht funktioniert. Gedächtnis- oder Problemlösungsübungen (Gehirnjogging) stärkten bestenfalls die jeweilige Kompetenz zur Bewältigung eben gerade dieser Aufgabenstellungen.

Gleichwohl meinen manche Forschungseinrichtungen durchaus Möglichkeiten erkannt zu haben. So erzielten Probanden der US-Uni San Diego eine Steigerung ihrer Mathematikleistungen, wenn sie beim Rechnen Lavendelduft schnupperten. Besser in Mathe wurde auch, wer sich sehr schwache Stromschläge durchs Gehirn schicken ließ. Auch helles Licht, so erkannten belgische Wissenschafter, beeinflusst die Rechenleistung positiv. Flavonoide (sind etwa in Kakao, Rotwein und grünem Tee enthalten) sorgen laut einer britischen Studie für eine bessere Kommunikation der Gehirnzellen. Und Meditation steigert unmittelbar nach einer Sitzung massiv die Gedächtnisleistung.

mpb

Rubriklistenbild: © dpa

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