Sommer hier schwächelt  - In den USA bis 46 Grad

Washington - Während der Sommer in Deutschland weiter schwächelt, stöhnen die USA unter einer Mega-Hitzwelle. Bei Temperaturen von weit über 40 Grad sind schon 22 Menschen gestorben.

Millionen Amerikaner leiden unter einer Hitzewelle, die als eine der schlimmsten seit Jahren gilt. Vom Mittleren Westen über Chicago bis Washington an der Ostküste herrschen seit Tagen Temperaturen um die 40 Grad. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes starben bislang 22 Menschen an den Folgen der Wetterlage. Als besonderes Risiko für Alte und Kranke gilt, dass die Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergeht. “Wenn Sie nach draußen gehen, fühlt es sich an, als schlage einem ein feuchter Schwamm ins Gesicht“, stöhnte eine Meteorologin am Donnerstag. Mehrere Städte öffneten “Kühlungszentren“ für ärmere Bewohner, die sich keine Klimaanlage leisten können. Zugleich wird die Hitze von einer schweren Dürre im Süden begleitet. “Am schlimmsten ist es, dass auch nachts nicht richtig abkühlt“, sagte ein Wetterkundler. In der US-Hauptstadt fällt das Thermometer auch nachts kaum mehr unter 25 Grad. “Das bedeutet, dass die Menschen einfach nicht mehr abkühlen können.“

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Noch ist keine Erleichterung in Sicht. Nachdem zunächst vor allem der Mittlere Westen betroffen war, verlagert die Hitzeglocke sich jetzt an die Ostküste. In der Region um die Hauptstadt Washington dürfte es in den kommenden Tagen sogar noch schlimmer werden: Dort drohen “gefühlte 115 Grad Fahrenheit“, hieß es - das wären 46 Grad Celsius. Hitzewellen sind in den USA nichts Ungewöhnliches: Allein in Kalifornien kamen im Juli 2006 mehr als 130 Menschen ums Leben, darunter vor allem Alte und Obdachlose. Unvergessen ist die Hitze-Katastrophe im Jahr 1995, als allein in Chicago mehr als 700 Menschen starben.

Aussichten in Deutschland eher schlecht

In Deutschland ist ein genereller Wetterwechsel noch immer nicht in Sicht. Verantwortlich für die verregneten Sommertage ist ein beharrliches Tief in rund fünf Kilometern Höhe. “Das Höhentief bewegt sich in den nächsten Tagen nicht von der Stelle und immer neue Tiefdruckgebiete werden am Boden darum herum gesteuert“, erläuterte Meteorologe Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. So starke Niederschläge wie am Mittwoch seien zwar in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. “So richtig Sommer wird es aber auch nicht.“

Regentief Otto bringt dem Süden am Freitag Schauer und Gewitter, im Norden und Osten lässt der Regen im Laufe des Tages nach. In der Mitte und im Westen bleibt es meist trocken. Die Temperaturen klettern nicht über Höchstwerte zwischen 16 und 21 Grad. An der Küste und in den Hochlagen der Mittelgebirge muss mit Sturmböen gerechnet werden.

Am Samstag regnet es zunächst am Alpenrand, später ziehen im gesamten Norden und Westen wieder dichte Wolken auf und es beginnt auch dort zu regnen. Am Sonntag zeigt sich zumindest im Osten die Sonne, im Westen gibt es wieder Regen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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