Neue Zielgruppe und Komfort

Das sind die Festival-Trends 2019 - und so werden sie beim Southside und Hurricane umgesetzt

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Ein Foto vom Southside-Festival.

Auf Festivals trinkt man Dosenbier und duscht drei Tage lang nicht? Nicht mehr unbedingt! Der Veranstalter der Festivals Southside und Hurricane erklärt die Festival-Trends 2019.

München - Bald ist wieder Festival-Zeit! Das heißt: Fans aller Musikrichtungen dürfen sich wieder freuen auf Sonne (hoffentlich!), gute Laune, tanzende Menschen - und dieses einzigartige Feeling, das es eben nur auf Festivals gibt. Doch auch Festivals verändern sich im Laufe der Zeit. Im Jahr 2019 sind viele Open Airs ganz anders, als es beispielsweise noch im Jahr 1969 bei Woodstock, der Mutter aller Festivals, war. Heute erwarten viele Besucher mehr als nur gute Musik - auch Essen und Komfort werden immer wichtiger.

Folkert Koopmans erklärt die wichtigsten Trends der Festivalsaison 2019. Und er muss es wissen, schließlich ist er Veranstalter von zwei der wichtigsten Festivals Europas: Er verantwortet das Hurricane und das Southside Festival 2019, die vom 21. - 23. Juni 2019 in Scheeßel und Neuhausen ob Eck stattfinden. In diesem Jahr werden unter anderem Top-Acts wie Foo Fighters, Mumford & Sons, Die Toten Hosen, The Cure und Macklemore erwartet. 

Festival-Trend #1: Neue Zielgruppe

Festivals sind nur etwas für junge Menschen, die unbeschwert feiern wollen? Laut Festival-Veranstalter Folkert Koopmans hat sich das Publikum auf Festivals verändert: „Natürlich trifft das teilweise zu, aber seit wann wollen nur junge Menschen feiern? Wer sich die letzten Jahre auf dem Hurricane, Southside oder anderen großen Festivals umgeschaut hat, konnte sehen, dass diese Form der Live-Musik gerade von neuen Zielgruppen erschlossen wird.“ Die Nachfrage von älteren Musikfans beim Southside und Hurricane Festival sei rasant gestiegen. Vor allem Tagestickets seien deshalb immer gefragter.

Festival-Trend #2: Komfort und Luxus

Ein weiterer Festival-Trend ist eine neue Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten, wie Koopmans erklärt: „Wer länger bleiben möchte, muss nicht mehr zwangsläufig sein eigenes Zelt mitbringen. Auch das hat sich in den vergangenen Jahren geändert: Komfortable Unterkünfte sind ein weiterer Trend, bei dem wir eine starke Nachfrage bemerken. Mittlerweile bieten wir vom bereits aufgebauten Zelt bis hin zur Luxus-Unterkunft mit richtigen Betten viele Wohnoptionen für Camping-Muffel.“ Das heiße aber nicht, dass Besucher, für die zum Festival-Feeling dazugehört, im mitgebrachten Zelt zu schlafen, zu kurz kommen: „Wichtig ist uns dabei nur, dass wir immer noch genug Platz für Gäste lassen, die einfach nur campen möchten“, so Koopmans.

Festival-Trend #3: Kulinarische Vielfalt

Für die Rundum-Versorgung der Festivalbesucher wird auch die kulinarische Verpflegung immer wichtiger. Die Musikfans müssen sich im Jahr 2019 schon lange nicht mehr mit Bockwurst und Co. zufriedengeben. Das gilt auch für das Hurricane und das Southside, wie Koopmans erklärt: „Jung und Alt teilen sich die Leidenschaft für gutes Essen, die wir durch ein mittlerweile sehr stattliches gastronomisches Angebot bedienen. Ich selbst genieße es übrigens sehr, auf dem Gelände Gerichte aus aller Welt zu probieren. Auch unsere Lounges kommen sowohl beim Hurricane als auch beim Southside gut an. Hier können Besucher das Programm auf den Hauptbühnen in einem komfortablen, erhöhten Raum mit Balkon beobachten, Catering inklusive.“

Festival-Trend #4: Festival statt Einzelkonzert

Dass Festivals auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, ist gerade für jüngere Menschen wichtig, die nicht andauernd 80 Euro für ein großes Live-Konzert hinblättern können. Festivals haben eben viele Vorteile, die auch Koopmans hervorhebt: „Ein Festival hat eben nicht nur eine besondere Atmosphäre, sondern ist auch die einzige Gelegenheit, eine Band zu sehen. Außerdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sicherlich auch ein ganz wichtiger Punkt. Wer in diesem Jahr beispielsweise ein Tagesticket für den Hurricane-Sonntag kauft, erlebt an einem Tag voller Konzerte zwei vollwertige Shows internationaler Top-Acts wie Foo Fighters und The Cure für einen Preis, den man normalerweise für nur eine Show dieser Künstler zahlen würde.“

Doch ein Faktor, der Festivals so einmalig macht, und der sich wohl nie verändern wird, ist das typische Festival-Feeling: „Die Atmosphäre ist grundlegend anders, wenn die Mehrheit der Zuhörer für ein paar Tage ihrem Alltag entflieht, anstatt in Gedanken schon beim Rückweg oder der Arbeit am nächsten Morgen zu sein. Das versteht nur, wer einmal ein mehrtägiges Festival besucht hat.“

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sp

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