Klippenspringen in Spanien

Drama am Mittelmeer: Fitnesstrainer will Kollegin retten und stirbt – seine Frau filmt das Unglück

Daniil Gagarin (30) und Emma Mönkkönen (24) beim Klippenspringen in Spanien.
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Daniil Gagarin (30) und Emma Mönkkönen (24) wollten Klippenspringen und kamen ums Leben. (Screenshot)

In Spanien sind zwei junge Menschen beim Klippenspringen ums Leben gekommen. Die Ehefrau eines der Opfer musste alles mit ansehen.

Torrevieja - Es sollte ein schöner Nachmittag am spanischen Mittelmeer werden, entwickelte sich allerdings zum absoluten Albtraum. Darya Gagarina (24) wollte Video-Aufnahmen vom fröhlichen Klippenspringen einer Gruppe in Spanien machen, darunter ihr Ehemann Daniil (30) und ihre finnischen Kollegin Emma Mönkkönen (24). Die beiden Fitnesstrainer kamen jedoch in den Wellen ums Leben. Es sollten die letzten Aufnahmen der beiden sein.

Drama am Mittelmeer: Fitnesstrainer will Kollegin retten und stirbt

In dem Video ist zu sehen, wie zunächst ein Mann von der Klippe ins Meer springt. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, im Hintergrund hört man Menschen lachen. Als zweite Person springt eine Frau von der Klippe in die tobenden Wellen. Es ist die 24-jährige Emma aus Finnland. Das Meer ist rau und die Frau hat Probleme, sich aus dem Wasser zu ziehen.

Ihr Kollege Daniil Gagarin, der ebenfalls Fitnesstrainer ist, eilt zur Hilfe. In dem Video ist zu sehen, wie der Mann die junge Frau aus dem Wasser zieht. Beide versuchen sich an einem Felsen festzuhalten. Die Ehefrau des Russen schreit und flucht und versucht ebenfalls zu helfen. Als eine weitere starke Welle auf den Felsen trifft, werden die beiden allerdings erfasst und können sich nicht mehr halten.

Drama am Mittelmeer: Ehefrau muss alles mit ansehen – „Er brauchte das Adrenalin“

Gagarin und Mönkkönen kommen beide ums Leben, wie das Nachrichtenportal The Daily Beast berichtet. Die Ehefrau des jungen Mannes musste alles mitansehen. Fast drei Kilometer vom Unglücksort entfernt, konnten Rettungskräfte die Leiche der 24-jährigen Finnin tot aus dem Mittelmeer bergen. Die Leiche des 30-jährigen Russen entdeckten die Rettungsteams erst am Tag nach dem Unglück.

Sie soll nun eingeäschert und ein Teil der Asche im Meer verstreut werden, sagte seine Mutter Elena dem russischen Fernsehsender REN TV. „Daniil war ein Mann des Meeres“, erklärte sie. Das Klippenspringen sei die große Leidenschaft des 30-Jährigen gewesen, erzählte einer seiner Freunde der russischen Zeitung Komsomolskaya Pravda. „Er brauchte das Adrenalin und ging deshalb das Risiko ein.“

Wie gefährlich das Meer sein kann, zeigen jedes Jahr zahlreiche Unfälle. In Griechenland erlebten Eltern einen Urlaubs-Albtraum, als ihre Vierjährige auf einem aufblasbaren Einhorn auf das offene Meer getrieben wurde. Erst Anfang September kam es zu einem Badeunfall von zwei deutschen Urlauberinnen auf Mallorca. (ph)

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