Frühwarnsystem wohl unzureichend

Wissenschaftler schlagen Tsunami-Alarm: Verheerende Monster-Welle könnte Spanien treffen

Eine Welle bricht, während die Sonne untergeht.
+
Im Alborán-Meer könnten sich sechs Meter hohe Wellen aufbauen und Richtung Spanien und Marokko rauschen. (Symbolbild)

Wissenschaftler veröffentlichen erschreckende Studie über Tsunami-Wellen im südwestlichen Mittelmeer. Das Warnsystem sei nicht funktionsfähig.

Barcelona - In einer kürzlich veröffentlichten Studie über das Alborán-Meer warnen Wissenschaftler vor einem verheerenden Tsunami, wie der britische Express berichtet. Im südwestlichen Teil des Mittelmeers könnten sich sechs Meter hohe Wellen aufbauen und Richtung Spaniens* südlicher Küste rauschen. Zu diesen Ergebnissen kamen Wissenschaftler des Institut de Ciencies del Mar (ICM).

Wie es zu diesem gewaltigen Tsunami kommen könnte? Im Alborán-Meer trifft die afrikanische Kontinentalplatte auf die eurasische Platte. Aufgrund der tektonischen Verschiebung bewegen sich beide Erdplatten Richtung Nord-Osten. Kommt es nun zu einem ruckartigen unterseeischen Erdbeben*, löst das riesige Wellen aus. Die Studie geht von einer Wellen-Höhe von bis zu sechs Metern aus.

Forscher warnen vor Monster-Welle: Tsunami-Erkennungssystem sei nicht funktionsfähig

Die Ergebnisse des „Scientific Reports“ haben ergeben, dass es nur 21 Minuten dauern könnte, bis der Süden Spaniens von dem Tsunami erreicht wäre. Die Wellen würden mit so einer Geschwindigkeit auf die Küste zurasen, dass das derzeitige Tsunami-Erkennungssystem nicht erfolgreich funktionieren würde, so das Fazit der Wissenschaftler.

„Diese Riesenwellen können eine Bedrohung für die Küstenbevölkerung darstellen, die marine und landgestützte Infrastruktur beschädigen und eine Wirtschafts- und Umweltkrise verursachen“, sagt Ferran Estrada, ein Geologe aus dem Forschungsteam dem britischen Express. „Diese Ergebnisse werden entscheidend sein, um die Planungsmaßnahmen zu verbessern, um die Auswirkungen eines möglichen Tsunamis abzumildern.“

Blick über die Tamouda Bay in Marokko.

Tsunami-Studie: Experten fordern mehr Mittel für die Forschung

Betroffen von den hohen Tsunami-Wellen sei aber nicht nur Spanien. Denn das Alborán-Meer liegt zwischen der südspanischen Küste und der Nordküste Marokkos. Da die Platten sich zwischen zwei stark besiedelten Küstengebieten bewegen könnten, verlangen die Wissenschaftler mehr finanzielle Unterstützung für die Tsunami-Forschung. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare