Experte suchten drei Jahre

Spanien-Urlauber wollen Müll aus dem Meer holen - und machen spektakulären Fund

Ein Mann schnorchelt vor der Küste Spaniens.
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Eigentlich wollten zwei Urlauber nur Müll aus dem Meer sammeln. Stattdessen finden sie einen Goldschatz vor der Küste Spaniens. (Symbolbild)

In ihrem Urlaub machten zwei Männer eine spektakuläre Entdeckung: Beim Schnorcheln vor der Küste Spaniens fanden sie einen echten Goldschatz.

Alicante - Was die Schwager Luis Lens und César Gimeno in ihrem Urlaub erlebten, gleicht einem Indiana-Jones-Film: Jedes Jahr verbringt die Familie ihren Sommerurlaub in der Touristengegend Xàbia, um dort die Unterwasserlandschaft zu genießen und Müll aus dem Meer zu sammeln. Doch in diesem Jahr machten sie eine ganz besondere Entdeckung - und das Museum in Xàbia wurde um eine Attraktion reicher.

Amateur-Taucher finden Goldschatz in Spanien

Jeden Sommer gehen Lens und Gimeno mit ihrer Familie ihrem großen Hobby nach: Schnorcheln. Zur ihrer Ausrüstung gehören Badehose, Maske, Schnorchel und Flossen. Doch statt Müll fanden die beiden Männer in diesem Jahr noch etwas anderes vor der Küste Spaniens: Wie sie der spanischen Zeitung El Pais berichteten, fanden sie mit ihrer amateurhaften Ausrüstung sogar einen echten Goldschatz.

Am 23. August gingen Lens und Gimeno in der Bucht von Portitxol tauchen, als sie in sieben Metern Tiefe etwas auf einem Felsen aufleuchten sahen. „Es sah aus wie eine Zehn-Cent-Münze“, sagte Lens der Zeitung. Trotzdem nahm er die Münze mit an die Oberfläche. Als sie die Münze reinigten, bemerkten die beiden Männer eine Innschrift, auf dem ein antikes römisches oder griechisches Gesicht zu sehen war. Weil sie vermuteten, dass es sich um ein verlorenes Schmuckstück handeldte, tauchten sie wieder ins Meer. Dort entdeckten sie sieben weitere Goldmünzen.

Experten-Team sucht drei Jahre - Urlauber machen spektakulären Goldfund

Begeistert von ihrem Fund meldeten Lens und Gimeno den Goldschatz den örtlichen Behörden, die daraufhin eine Suchaktion starteten. Der Zufallsfund der Urlauber entpuppte sich damit zu einem echten Goldschatz: Insgesamt 53 Goldmünzen wurden aus dem Meer gerettet.

„Es handelt sich um einen der größten Schätze römischer Goldmünzen, die in Spanien und Europa gefunden wurden“, erklärte Jaime Molina, Leiter des Unterwasserarchäologenteams der Universität Alicante, der Zeitung El Pais. Nach einer Analyse der Goldmünzen gehe er davon aus, dass diese aus dem vierten oder fünften Jahrhundert stammten und einem römischen Großgrundbesitzer gehörten. „Solche Sammlungen von Gold sind nicht sehr üblich“, meint Molina. Sein Team führt bereits seit drei Jahren Untersuchungen in der Bucht von Portitxol durch. Er geht davon aus, dass die Münzen versteckt wurden, vermutlich aus Angst vor Plünderungen durch die Alanen.

Wie die Universität Alicante mitteilte, werden die Münzen restauriert und dann im Archäologischen und Ethnographischen Museum Soler Blasco in Xàbia ausgestellt. Die Schwager Lens und Gimeno werden dieses Abenteuer jedenfalls nicht vergessen: „Es ist unglaublich. Es ist der Traum eines jeden Kindes, einen Schatz zu finden“, sagte Luis Lens El Pais. Vergangenes Jahr machten zwei Jugendliche in Israel mit einem spektakulären Goldfund die Entdeckung ihres Lebens. (sf)

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