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Edeka in Stuttgart wird als Speiseöl-Paradies gefeiert – bis die Leute genau hinschauen: „So absurd“

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Von: Armin T. Linder

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Speiseöl noch und nöcher! Ein Foto aus einem Edeka in Stuttgart sorgt für großes Staunen. Doch es gibt einen erwartbaren Haken.

Stuttgart - Lange Zeit waren viele Speiseöl-Regale in Deutschland leergefegt. Die Hintergründe sind bekannt: Hamsterkäufe zum einen, Lieferengpässe als Folgen des Ukraine-Konflikts zum anderen. Inzwischen hat sich das Angebot wohl merklich verbessert - was sogar zu seltsamem Verhalten an manchem Regal sorgt. Nur der Preis treibt manchem die Schweißtropfen auf die Stirn, berichtet BW24.

Edeka in Stuttgart hat große Mengen Speiseöl - doch der Preis ist saftig

Die gesamte Entwicklung lässt sich ganz treffend an einem Foto aus Stuttgart bestaunen, das in der App Jodel gelandet ist: Liebevoll angeordnet (sogar auf einer Holzkiste!) stehen in einem Supermarkt die Flaschen. Das müssen viele Dutzend sein. Das Gegenteil der leeren Regale, die lange Zeit häufig zu beobachten waren. Ein Paradies für Speiseöl-Käufer!

Speiseöl Edeka Gerber Stuttgart
Hohes Öl-Angebot, hoher Preis: Dieses Foto soll im Edeka im Gerber in Stuttgart entstanden sein. © Jodel

„Geil“, lacht ein Nutzer. „Sonnenblumenöl - Das neue Aushängeschild.“ Wo sich sonst mutmaßlich die Sonderangebote stapeln, warten nun die großen Mengen Öl im Supermarkt auf Abnehmer.

Klingt toll, ist es aber auf den zweiten Blick doch nicht. Denn viele schauen genauer hin und entdecken das Preisschild: 4,99 Euro verlangt der Laden pro Flasche. „5 Euro Alter“, „5 Euro der Liter ist so absurd teuer“, „5 Euro.. Wtf.. Wer soll denn das noch zahlen“, „5 Euro für Scheiß-Öl. Na toll“, staunen die Nutzer.

Speiseöl-Paradies mit Preis-Haken in Stuttgart: Foto entstand wohl in Edeka im Gerber

Und wo ist es denn nun, das vermeintliche Öl-Schlaraffenland in Stuttgart mit dem großen Haken? Auch das will prompt jemand wissen - und bekommt eine Antwort. „Edeka im Gerber.“ Das alles ist natürlich nicht bestätigt, zumal die Nutzung der App anonym abläuft, es deutet aber auch nichts auf einen Fake hin.

Während die einen noch über das Foto und den Speiseöl-Preis staunen, meldet sich ein Nutzer zu Wort, der nach eigenen Angaben in einem Supermarkt sein Geld verdient. „Arbeite als Aushilfe im Einzelhandel. Letze Woche kam ne Palette Sonnenblumenöl Marke NoName für 4,99 Euro / l. Die Palette war innerhalb von 3 Std leer. Die Leute haben es einfach noch nicht gerafft.“ Die Öl-Hamsterei scheint sich also schon fortzusetzen. Und auch auf ein anderes Produkt stürzen sich plötzlich die Supermarkt-Kunden. (lin)

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