Spinnen geschmuggelt - Gefängnisstrafe für Deutschen

Los Angeles - Ein 37-jähriger Deutscher, der hunderte Vogelspinnen mit der Post in die USA verschickte, muss zur Strafe für sechs Monate ins Gefängnis. Insgesamt drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

Der Mann aus Wachtberg (Nordrhein-Westfalen) sei zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, berichtete die “Los Angeles Times“ am Montag. Der Deutsche war im Dezember am Flughafen von Los Angeles festgenommen worden. Im Januar bekannte er sich vor Gericht wegen Schmuggels schuldig. Ihm drohten bis zu 20 Jahre Haft.

Laut Anklage packte der Deutsche die Vogelspinnen in Plastikbehälter und schickte sie illegal mit der Post Käufern weltweit zu. Er deklarierte die Fracht als “Geschenk“, die nötigen Papiere für einen legalen Verkauf und Transport der Tiere fehlten. Er soll mit seinen Geschäften rund 300 000 Dollar verdient haben.

Die Ermittlungen im Rahmen der “Operation Spiderman“ hatten im März 2010 begonnen, als Beamten ein Paket mit rund 300 Vogelspinnen ins Netz gegangen war. Die Naturschutzbehörde spürte weitere Postsendungen desselben Absenders auf. Undercover-Agenten gaben sich als Käufer aus und erhielten aus Deutschland die illegale Fracht, darunter seltene Vogelspinnen, die dem Artenschutz unterliegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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