Änderungen bei Musik-Streamingdienst

Bei Spotify gelten bald neue Bedingungen - sogar Preiserhöhungen sind möglich

Symbolbild - Spotify
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Spotify ändert zum 1. Juli seine Nutzungsbedingungen.

Der Musik-Streamingdienst Spotify ändert seine Nutzungsbedingungen zum 1. Juli 2021. Was ändert sich für die Nutzer?

Stockholm - Wer viel und gerne Musik hört, greift gerne auf Musik-Streamingdienste zurück. Der Musikstreaming-Dienst Spotify aktualisiert jetzt seine 2018 zuletzt geänderten Nutzungsbedingungen. Zum 1. Juli 2021 sollen die neuen Nutzungsbedingungen in Kraft treten, das teilt Spotify derzeit seinen Kunden per E-Mail mit. Im Gegensatz zu WhatsApp müssen die Nutzer diesen aber nicht aktiv zustimmen. Laut Spotify treten die Regeln zum 1. Juli automatisch in Kraft.

Kunden, die den Änderungen widersprechen wollen, werden auf eine Hilfeseite weitergeleitet. Dort sollen Nutzer angeblich die Möglichkeit haben, die neuen Bedingungen bis zum 30. Juni abzulehnen. Nach Informationen des Spiegels führte der Link zum Ablehnen der Änderungen am Donnerstag (27. Mai) lediglich auf eine allgemeine Support-Seite. Auf dieser seien die neuen Nutzungsbedingungen nicht explizit aufgetaucht.
Auf Spiegel-Nachfrage erklärt Spotify, dass für Nutzer die bis zum 30. Juni die neuen Nutzungsbedingungen ablehnen „die alten Nutzungsbedingungen bestehen“ bleiben.

Spotify: Neue Nutzungsbedingungen - was ändert sich?

Doch was ändert sich? Nach Angaben von Spotify komme es kaum zu grundsätzlichen Veränderungen. Vielmehr seien Passagen umformuliert, präzisiert, gekürzt oder verschoben worden. Kurz gesagt, sie seien übersichtlicher gestaltet worden.

Doch einige inhaltliche Änderungen gibt es dennoch. Im Vergleich zur Vorgängerversion betonen die neuen Bedingungen, dass der eigene Benutzername und das eigene Passwort „nur für Ihren persönlichen Gebrauch“ bestimmt sind. Diese Daten sollen daher vertraulich behandelt werden. Bei unautorisierten Gebrauch der Log-In-Daten könne der Nutzer dafür verantwortlich gemacht werden, wenn dieser den Missbrauch mit „der gebotenen Sorgfalt hätte verhindern können.“

Änderungen bei Spotify: Preiserhöhungen möglich

Eine weitere Neuerung lässt sich unter dem Punkt „Preisänderungen“ finden. Spotify erklärt, dass Abonnementgebühren und sonstige Preise geändert werden können, „um die gestiegenen Gesamtkosten für die Bereitstellung der Spotify-Dienste auszugleichen“. Der Musik-Streamingdienst könne demnach eine Preiserhöhung vornehmen, „wenn zum Beispiel die Kosten für Inhalte, die Kosten für die IT-Infrastruktur von Spotify und die allgemeinen Gemeinkosten steigen“.

Sollte es zu Preisänderungen kommen, sollen Nutzer benachrichtigt werden. Die neuen Preise wären dann frühestens 30 Tage nach einer solchen Benachrichtigung gültig. Auch beim Streamingdienst Netflix soll es zu Neuerungen kommen: Netflix will nun auch den Gaming-Markt erobern. (jsch)

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