Staatsanwalt ermittelt nach Bombenexplosion

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Nach der Explosion einer Weltkriegsbombe in Göttingen mit drei Toten und mehreren Verletzten ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft.

Göttingen - Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat nach der Explosion eines Blindgängers ein Vorermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Ermittelt wird gegen den Kolonnenführer der Bomben-Experten.

Das sagte Sprecher Andreas Buick am Mittwoch der Deutschen Presse Agentur dpa. Es werde überprüft, ob dem Kolonnenführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ein strafbares Verhalten vorzuwerfen sei. Die Explosion der Weltkriegsbombe hatte am Dienstagabend drei Experten in den Tod gerissen. Warum die Zehn-Zentner-Bombe kurz vor ihrer geplanten Entschärfung detonierte, ist unklar.

Wulff bestürzt über Bombenunglück

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat sich tief bestürzt über das Bombenunglück in Göttingen und den Tod dreier Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gezeigt. “Die Nachricht hat uns alle tief erschüttert, unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer sowie den Verletzten“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Hannover. “Die Opfer haben ihr Leben zur Sicherheit aller riskiert und verloren“, betonte er.

Bilder vom Unglücksort

Bei der Explosion einer Zehn-Zentner-Bombe aus dem 2. Weltkrieg waren am Dienstagabend in Göttingen drei Männer getötet und sechs verletzt worden, zwei davon schwer.

Nach Angaben des Innenministerium in Hannover war der 65 Jahre alte Sprengkörper mit einem Säurezünder ausgestattet, der nur schwer zu entschärfen ist. Die Bombe sei detoniert, bevor man überhaupt mit der Entschärfung begonnen habe, sagte ein Ministeriumssprecher.

dpa

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