Erdbeben vor Alaskas Küste: Tsunami-Warnung aufgehoben

Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat am Dienstag den Meeresboden vor der Küste des US-Bundesstaats Alaska erschüttert. Das teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Behörden hatten einen Tsunami-Alarm ausgelöst.

  •  Nach einem Erdbeben vor der Küste Alaskas haben Behörden am Dienstag eine Tsunami-Warnung herausgegeben.
  • Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,8 bis 8,0 und ereignete sich um 10.31 Uhr (0.31 Uhr Ortszeit).
  • Die Behörden gaben für Alaska und der Westküste Kanadas eine Tsunami-Warnung aus, hoben diesen aber nach wenigen Stunden wieder auf. 

+++Aktualisieren+++

Update vom Dienstag, den 23. Januar 2018 

15.45 Uhr: Das Beben hat tatsächlich einen Tsunami ausgelöst, teilten US-Behörden mit. Aber die Wellen an der Südküste Alaskas seien in der Folge nicht höher als 30 Zentimeter gewesen.

Im Jahr 1964 waren bei einem Beben der Stärke 9,2 und einem Tsunami an der Südküste Alaskas 125 Menschen ums Leben gekommen.

13.25 Uhr: Der US-Wetterdienst hat alle Tsunami-Warnungen für Washington, Oregon und Kalifornien aufgehoben.

13.14 Uhr: San Francisco hat Bewohner an der Küste alarmiert. Via Twitter fordert das San Francisco Department of Emergency Management  sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. 

13.06 Uhr: Für die Stadt Kodiak (Alaska) besteht weiterhin eine Tsunami-Warnung. Die Behörden rechnen mit einem Anstieg des Meeresspiegels von bis zu 30 Zentimetern. Zuvor wurde vor einer zehn Meter hohen Welle gewarnt.

12.30 Uhr: Die Tsunami-Vorwarnung für Hawaii wurde aufgehoben, vermelden die Behörden via Twitter. Die Tsunami-Vorwarnungen für Alaska und die Westküste Kanadas bleiben jedoch bestehen.

Der US-Wetterdienst hatte eine Tsunami-Warnung für Alaska, die Westküste Kanadas und Hawaii herausgegeben. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 8,2. Sein Zentrum lag demnach im Golf von Alaska, 280 Kilometer südöstlich der Stadt Kodiak. Das Beben ereignete sich in zehn Kilometern Tiefe. Der Erdstoß ereignete sich laut USGS nach deutscher Zeit am Dienstag um 10.31 Uhr (0.31 Uhr Ortszeit).

Starkes Erdbeben vor der Küste Alaskas - der Stern auf der Karte markiert das Zentrum. 

Tsunami-Warnung nachdem Erdbeben

Die Karte zeigt das Tsunami-Risiko nach dem schweren Erdbeben: Für Bereiche an der Pazifik-Küste wurde eine Tsunami-Warnung (rot) herausgegeben. Für Hawaii besteht eine Tsunami-Gefahr (gelb).

In den nächsten Minuten (11.46 Uhr) soll ein Tsunami auf Kodiak (Alaska) treffen. Mit einer Tsunami-Aktivität wird um 1.45 Uhr Ortszeit gerechnet. Bewohner berichten, dass die Sirenen immer noch an sind. Es also noch keine Entwarnung gibt.

Wann trifft der Tsunami auf Alaska, Kanada und Hawaii?

Die Katastrophenschutzbehörde von Alaska forderten alle Küstenbewohner auf, sich in Sicherheit zu begeben. Alle Bewohner der Gefahrenzonen sollten sich von der Küste entfernen und höher gelegene Gebiete - mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel - aufsuchen. Entlang der US-Westküste riefen die Behörden zur Tsunami-Alarmbereitschaft auf.

Tsunami-Warnung nach Erdbeben vor Alaskas Küste

Tsunami-Warnung für Alaska, die Westküste Kanadas und Hawaii.


   

Das Epizentrum liegt im Pazifischen Feuerring

Das Epizentrum liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring. Dieser Ring rund um den Pazifischen Ozean ist geologisch eine der gefährlichsten Regionen der Erde, weil an ihm verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Immer wieder kommt es zu tektonischen Verschiebungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben.

Der mehr als 40.000 Kilometer lange „Feuerring“ reicht von der süd- und nordamerikanischen Westküste über Alaska, Russland, Japan bis hin nach Südostasien.

Wie stark war das Erdbeben vor Alaska wirklich?

Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gab die Stärke des Bebens mit 7,8 an. Die US-Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA sprach von einer Stärke von 8,0.

Video aus dem Jahr 2004: 

Deutsche Urlauber filmen den ankommenden Tsunami und retten sich im letzten Moment

dpa/AFP/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © Google Maps Screenshot

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