Steuertipps: So fällt Ihnen die Steuererklärung leichter

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Kaum jemand hat Spaß dabei, seine Steuererklärung zu machen. Sie in Angriff zu nehmen, macht sich jedoch in Ihrem Geldbeutel bemerkbar.

Jedes Jahr aufs Neue: Viele Bürger würden sich am liebsten vor der Steuererklärung drücken. Dabei ist diese meist gar nicht so aufwendig. Mit ein paar einfachen Steuertipps gewinnen Sie einen ersten Überblick.

Einmal im Jahr sitzen deutsche Bürger zwischen Kassenzetteln und Taschenrechner am Schreibtisch und zerbrechen sich den Kopf über die Steuererklärung. Wer alleine nicht weiterkommt, beauftragt sogar einen Steuerberater. Bei Arbeitnehmern, die außer Gehalt bzw. Lohn und Kapitaleinkünften, wie Miete oder Wertpapiere, keine anderen Einkünfte zu versteuern haben, ist dies jedoch meist nicht nötig.

Die Lohnsteuer – darum geht‘s

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine vorweggenommene Steuer, die auf das Einkommen gezahlt wird. Der Arbeitgeber behält die Lohnsteuer auf Basis der Lohnsteuerkarte ein und führt den Betrag an das zuständige Finanzamt ab. Diese Geldsumme wird als Steuervorauszahlung auf die Einkommensteuer angerechnet. Wie viel Sie zahlen müssen, können Sie mit Hilfe eines Lohnsteuerrechners selbst ermitteln.

Gut zu wissen: Steuertipps und -hinweise

Der Grundfreibetrag ab dem 1. Januar 2013 beträgt 8.130 Euro pro Jahr. Demnach unterliegen Einkünfte erst ab diesem Betrag der Einkommensteuer. Verdienste, die darunter liegen, sind steuerfrei.

Ehepaare dürfen selbst wählen, in welchen Steuerklassen sie ihr Einkommen versteuern lassen wollen. Bei Partnern, die sehr unterschiedliche Einkünfte erzielen, empfehlen Steuerexperten die Lohnsteuerklasse III für den Besserverdienenden und die Lohnsteuerklasse V für die Person, die weniger verdient. Dies ist sinnvoll ab einem Verdienstunterschied von 30 Prozent.

Arbeitgeber rechnen den Betrag der monatlichen Lohnsteuer auf das ganze Jahr hoch. Wer keine zwölf Monate im Jahr beschäftigt war, darf deshalb auf eine Steuererstattung hoffen.

Geben Sie die Einkommenssteuererklärung am besten elektronisch über das kostenlose Steuerprogramm ELSTER ab. In der Regel wird diese Form der Steuererklärung vom zuständigen Finanzamt schneller bearbeitet.

Schummeln lohnt nicht – das betrifft auch Rentner. Derzeit werden diese verstärkt überprüft, da auch Rentenbezüge steuerpflichtig sind. Wer die Rentenbezüge rückwirkend bis zum Jahr 2005 nicht korrekt angegeben hat, muss Steuern nachzahlen.

Die Werbungskostenpauschale bei Angestellten beträgt seit dem 1. Januar 2013 pro Kalenderjahr 1.000 Euro. Diese ist jedoch für die Steuerpflichtigen nur dann nützlich, wenn die Pauschale die tatsächlichen Ausgaben übersteigt. Folgende Posten können Sie zum Beispiel von der Steuer absetzen:

  • Nutzen Sie einen PKW, um zur Arbeit zur kommen, dürfen Sie 30 Cent pro Kilometer ansetzen. Damit übersteigen die tatsächlichen Kosten schnell die Werbungskostenpauschale. Die jährlichen Werbungskosten betragen zum Beispiel schon bei 220 Arbeitstagen pro Jahr und 20 Kilometer pro Arbeitsweg 1.320 Euro.
  • Führen Sie auch berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in Ihrer Steuererklärung an. Abzugsfähig sind zum Beispiel Kursgebühren, Lehrmaterialien, Kosten für die Prüfung und die Fahrt zum Ausbildungsort.
  • Setzen Sie auch Kontoführungsgebühren in Höhe von 16 Euro pro Jahr oder relevante Fachliteratur an.
  • Das Finanzamt erkennt zudem die Ausstattung der Arbeits- und Büroräume sowie dazugehörige Arbeitsmittel als Belastungen an.
  • Schreiben Sie Büromaterial, das Sie täglich benützen, mit einem Wert von unter 150 Euro in voller Höhe ab.
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von mehr als 410 Euro können nicht voll angesetzt werden, sondern sind auf die geplante Nutzungsdauer zu verteilen. Kaufen Sie sich beispielsweise einen neuen Laptop in Höhe von 600 Euro Netto, so muss dieser über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

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