Strontium im Katastrophengebiet  entdeckt

Tokio - Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet sind nun auch Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Strontium gilt als "Knochenkiller", schädigt das Knochenmark und kann Leukämie auslösen.

Bei Bodenproben im japanischen Katastrophengebiet sind nun auch Spuren von radioaktivem Strontium entdeckt worden. Der gefährliche Stoff sei an elf verschiedenen Standorten in der Provinz Fukushima gefunden worden, wo auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins (Daiichi) steht, gab das Wissenschaftsministerium am Donnerstag bekannt.

Nach Aussagen der Atomaufsichtsbehörde sei es aber unwahrscheinlich, dass das Strontium eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, meldete die Agentur Kyodo. Wissenschaftler sprechen bei Strontium auch von einem “Knochenkiller“. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen.

Unterdessen begann der Atomruinen-Betreiber Tepco damit, ein neu installiertes System zur Behandlung von verseuchtem Wasser zu testen. Damit könne Wasser von radioaktiven Materialien gereinigt werden. Die Reparaturtrupps des AKW setzen seit Monaten Millionen Liter Wasser ein, um die beschädigten Reaktoren zu kühlen.

Die Brühe ist inzwischen radioaktiv verseucht und behindert die Reparaturarbeiten an den Kühlsystemen. Im zerstörten Atomkraftwerk schwappen nach Angaben von Tepco mehr als 100 000 Tonnen hochgradig radioaktiv verseuchtes Wasser.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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