Proteinmessungen belegen

Studie: Riesenfaultiere haben sich vegetarisch ernährt

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Skelett eines Riesenfaultiers im Smithsonian National Museum of Natural History in Washington, USA. Foto: Gretel Johnston

Tübingen/Frankfurt (dpa) - Die Untersuchung fossiler Faultierknochen hat ergeben, dass sich das ausgestorbene Riesenfaultier ebenso wie heutige Faultiere vegetarisch ernährt hat.

Über die Ernährungsgewohnheiten des Riesenfaultiers Megatherium, das auf dem Boden lebte und so groß wie ein Elefant werden konnte, sei bisher viel spekuliert worden, teilte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit. Es sei unklar gewesen, ob das am Ende des Eiszeitalters (Pleistozän) ausgestorbene Riesenfaultier ebenso wie seine Nachfahren Vegetarier gewesen sei.

Senckenberg-Wissenschaftler führten mit einem internationalen Team Messungen des Protein- und Mineralgehalts in den fossilen Knochen durch und kamen zu dem Ergebnis, dass der niedrige Anteil von Proteinen auf einen Pflanzenfresser hindeutet. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal "ScienceDirect" veröffentlicht. Die Kenntnis über die Ernährungsweise der Faultiere sei wichtig, um ihre Rolle in vergangenen Ökosystemen zu verstehen. Ihren Lebensraum teilten die Riesenfaultiere für einige Jahrtausende mit den ersten Einwohnern Amerikas.

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