Mehrere Verletzte

Sturmtief "Thomas" fegt über Karnevalshochburgen

Wanderer auf dem Großen Feldberg: Inzwischen wird nur noch für Hochlagen vor orkanartigen Böen gewarnt. Foto: Frank Rumpenhorst
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Wanderer auf dem Großen Feldberg: Inzwischen wird nur noch für Hochlagen vor orkanartigen Böen gewarnt. Foto: Frank Rumpenhorst
Ein umgestürzter Baum stoppte diesen ICE vor dem Bahnhof Steinbeck in Wuppertal. Foto: Caroline Seidel
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Ein umgestürzter Baum stoppte diesen ICE vor dem Bahnhof Steinbeck in Wuppertal. Foto: Caroline Seidel
Die Wucht des Orkantiefs drückte dieses Gespann von einer Straße zwischen Rheine und Riesenbeck, einem Stadtteil von Hörstel (Nordrhein-Westfalen). Foto: Nord-West-Media
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Die Wucht des Orkantiefs drückte dieses Gespann von einer Straße zwischen Rheine und Riesenbeck, einem Stadtteil von Hörstel (Nordrhein-Westfalen). Foto: Nord-West-Media
Kräftige Sturmböen entwurzelten auch im baden-württembergischen Ulm Bäume. Foto: Ralf Zwiebler
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Kräftige Sturmböen entwurzelten auch im baden-württembergischen Ulm Bäume. Foto: Ralf Zwiebler
Umgestürzte Fahrräder in Düsseldorf: Sturmtief "Thomas" tobte vor allem im Westen Deutschlands. Foto: Martin Gerten
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Umgestürzte Fahrräder in Düsseldorf: Sturmtief "Thomas" tobte vor allem im Westen Deutschlands. Foto: Martin Gerten

Umgestürzte Bäume und lahmgelegte Züge: Sturmtief "Thomas" braust vor allem über Nordrhein-Westfalen, mehrere Bäume stürzen auf Züge. Ein umgestürztes Podium verletzte vier Menschen in Baden-Württemberg bei einer Fastnachtsveranstaltung.

Berlin/Düsseldorf (dpa) - Mit heftigen Sturmböen ist Sturmtief "Thomas" am Donnerstagabend über den Westen Deutschlands hinweggefegt - der Wind ließ jedoch im Laufe der Nacht nach. Der Deutsche Wetterdienst hob in der Nacht zum Freitag alle Unwetterwarnungen für das Flachland wieder auf.

Nur noch in den Hochlagen bestehe Gefahr von orkanartiger Böen, sagte ein Meteorologe des Wetterdienstes. Am Abend hatte der Sturm für gestiegene Flusspegel, Entwurzelte Bäume und lahmgelegte Bahnstrecken gesorgt.

Beim Einsturz eines Podiums bei einer Fastnachtsveranstaltung im baden-württembergischen Dornhan wurden drei Frauen und eine Neunjährige verletzt. Auf der Autobahn 45 schob eine starke Windböe einen Lastwagen gegen die Mittelleitplanke, wie ein Polizeisprecher in Gießen sagte. Der Fahrer blieb unverletzt.

Probleme gab es auch am Wuppertaler Hauptbahnhof, wie eine Bahnsprecherin sagte. Kurz vor dem Bahnhof stürzte ein Baum auf die Oberleitung und auf einen ICE. Die rund 70 Fahrgäste wurden aus dem Zug gebracht. Der liegengebliebene ICE verursachte weitere Verspätungen anderer Züge. Bei Aachen stürzte ein Baum auf einen Thalys-Zug. In Bremen stürzte bereits am Nachmittag ein sieben Meter hoher Baum auf einen stehenden Zug. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr mit. In dem Zug saßen etwa 50 Reisende.

Am Dortmunder Bahnhof und auf mehreren Strecken in Nordrhein-Westfalen konnten zwischenzeitlich keine Züge fahren. Sperrungen gab es auch in Niedersachsen, Baden-Württemberg Schleswig-Holstein, die alle in der Nacht wieder aufgehoben wurden. Lediglich nahe Frankfurt am Main bleibt die Strecke zwischen Niedernhausen und Idstein auch am Freitagvormittag gesperrt, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Nach seinen Angaben gab es am späten Donnerstagabend zwar keine großen Zwischenfälle, aber eine beträchtliche Summe kleinerer Störungen.

In Köln, wo die Rettungskräfte ohnehin wegen der Karnevalsfeiern im Großeinsatz waren, zählte die Feuerwehr am Abend bereits mehr als 150 Einsätze. Ein Autofahrer wurde dadurch schwer verletzt, dass ein im Sturm umgeknickter Baum auf seinen Wagen stürzte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der etwa 25 Meter hohe Baum demolierte noch zwei weitere Fahrzeuge.

In Bonn wurde wegen der Sturmwarnung eine Karnevalsparty auf dem zentralen Münsterplatz abgesagt. In Düsseldorf beendeten die Karnevalisten wegen des schlechten Wetters ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig. Für den Rosenmontag sagt der Deutsche Wetterdienst eine entspanntere Lage mit etwas Regen voraus. Mit einem Sturm wie im vergangenen Jahr wird nicht gerechnet.

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