Die Suche hat ein Ende

DNA-Test bestätigt: Das sind Marias Eltern

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Sascha und Atanas (rechts) Rusewa sind die Eltern der kleinen Maria. Sie sieht einer anderen Tochter des Paares (Mitte) verblüffend ähnlich.

Sofia - Die Suche nach den Eltern von Maria hat ein Ende. Ein DNA-Test bestätigte, dass ein bulgarisches Roma-Paar das blonde Mädchen gezeugt hat. So wurden die Behörden auf die Familie aufmerksam:

Maria wurde in einem griechischen Roma-Lager entdeckt.

Die bulgarischen Behörden haben die leiblichen Eltern des in Griechenland entdeckten blonden Mädchens Maria ermittelt. DNA-Tests hätten bestätigt, dass das am Donnerstag befragte Roma-Paar Maria gezeugt habe, sagte der Stabschef des Innenministeriums, Swetlosar Lasarow, am Freitag vor Journalisten in Sofia. Es handele sich um Sascha Rusewa und ihren Mann Atanas Rusew, die in einem Roma-Lager im südbulgarischen Nikolaewo leben. Rusewa soll in der Polizeibefragung eingeräumt haben, Marias falsche Eltern als diejenigen wiedererkannt zu haben, denen sie einst in Griechenland ihr Baby überlassen hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die leiblichen Eltern wegen des Verdachts der Kindsaussetzung.

Das Paar hat nach einem Bericht der bulgarischen Nachrichtenagentur BGNES zwischen sieben und zehn Kinder. Fünf davon seien ebenso wie Maria blond und hätten eine Ähnlichkeit mit ihr.

Der Fall hatte in den vergangenen Tagen weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Vergangene Woche war in einem Roma-Lager in Griechenland ein kleines blondes Mädchen unbekannter Herkunft entdeckt worden. Das Mädchen fiel der Polizei bei einer Kontrolle auf, da es mit seiner hellen Haut und blonden Haaren seinen angeblichen Eltern überhaupt nicht ähnlich sah. Auf der Suche nach den Eltern schaltete die Polizei auch Interpol ein. Die falschen Eltern waren unter dem Verdacht der Kindesentführung festgenommen worden.

Die Mutter ließ Maria mit sieben Monaten in Griechenland zurück

Die 35-jährige Rusewa und ihr 38-jähriger Mann waren bereits am Donnerstag von bulgarischen Medien als leibliche Eltern des Mädchens identifiziert worden. Ihr Sohn hatte laut einem Medienbericht gesagt, seine Mutter habe Maria vor ihrer Heimkehr nach Bulgarien in Griechenland zurückgelassen, weil sie "weder Geld, noch Ausweispapiere" gehabt habe. Medienberichten zufolge erzählte die Frau Nachbarn, dass sie ihre Tochter für umgerechnet 250 Euro verkauft habe. Rusewa selbst beteuerte gegenüber Journalisten, ihr Kind aus schierer Not und nicht gegen Geld in Griechenland zurückgelassen zu haben. Maria sei damals sieben Monate alt gewesen. Wie die bulgarische Nachrichtenagentur BGNES berichtete, plant die Sozialfürsorge des Landes die auf vier bis sechs Jahre geschätzte Maria vorerst einer Pflegefamilie zu übergeben.

AFP

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