Amoklauf

Südkoreanischer Soldat erschießt fünf Kameraden

Seoul - Ein südkoreanischer Soldat hat ein Blutbad unter seinen Kameraden angerichtet und fünf von ihnen erschossen.

Sieben weitere Soldaten seien verletzt worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf die Armee. Der mutmaßliche Schütze im Range eines Feldwebels habe die Schüsse auf die anderen Soldaten aus einem Sturmgewehr abgegeben, bevor er geflohen sei. Unweit des Tatorts in der Nähe der schwer bewachten Grenze zu Nordkorea sei auch eine Granate explodiert. Es werde noch untersucht, ob der Schütze die Granate geworfen habe.

Der Zwischenfall ereignete sich dem Bericht zufolge am Abend (Ortszeit) unweit eines militärischen Außenpostens in der östlichen Grenzstadt Kosong. Bei der Flucht habe der Feldwebel eine Granate, ein Gewehr und Munition bei sich gehabt. Die Streitkräfte hätten eine großangelegte Suche nach dem Flüchtigen eingeleitet.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Der Schütze habe wenige Stunden zuvor seinen Wachdienst beendet, hieß es. Der Soldat habe auf einer Liste von Soldaten gestanden, die besondere Aufmerksamkeit erforderten, „weil er Probleme hatte, sich an das Soldatenleben zu gewöhnen“, wurde ein Armeeoffizier zitiert. In Südkorea herrscht Wehrpflicht.

dpa

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