80 Liter pro Quadratmeter

Extremwetter in Südtirol: Überschwemmungen und Steinschläge - Schlammlawine trifft Bauernhof

Zwei Autos stehen nach einem Murenabgang in Südtirol unter Schlammmassen begraben vor einem Haus.
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Nach starken Regenfällen in Südtirol hat eine Schlammlawine einen Bauernhof in Ridnaun getroffen.

Starkregen am Wochenende hat in Südtirol zu Überschwemmungen, Steinschlägen und Murenabgängen geführt. Die Warnung des Zivilschutzes bleibt aufrecht.

Bozen - Mit einer Extremwetterlage haben nun auch weite Teile der beleibten Urlaubsregion Südtirol im Norden Italiens zu kämpfen. Dort kam es am Wochenende nach Gewittern und Starkregen zu Murenabgängen und Steinschlägen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren neben mehreren vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen auch zu den Aufräumarbeiten der durch die Muren entstandenen Schäden im Einsatz.

Südtirol: Feuerwehr nach Extremwetterlage im Einsatz - Schlammlawine trifft Bauernhof

Wie die Freiwillige Feuerwehr Südtirol am Sonntagmorgen auf Twitter bekanntgab, wurde unter anderem auch ein Bauernhof in Ridnaun mit mehreren Fahrzeugen von einer Schlammlawine getroffen. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden. In der Nähe der Stadt Meran verschüttete dazu ein Steinschlag einen Wanderweg.

Die extremen Wassermassen, die am Samstag in der norditalienischen Region niedergingen, sorgten darüber hinaus auch dafür, dass die Pegelstände von verschiedenen Bächen und Flüssen schnell auf gefährliche Niveaus angestiegen waren. Besonders betroffen waren vor allem das Passeiertal, die Gegend um den Grenzpass Brenner und das Wipptal. Die Landesverwaltung gab an, dass in einigen Regionen bis zu 80 Liter pro Quadratmeter an Regen gefallen waren.

Südtirol: Ergiebiger Regen seit Tagen - Zivilschutzstatus bleibt erhalten

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es in Südtirol ergiebige Regenfälle gegeben. Dadurch war unter anderem der Fluss Eisack über die Ufer getreten. Auch die Brennerstraße musste wegen Erdrutschen gesperrt werden, die durch die enormen Wassermassen verursacht wurden.

Die Freiwiliige Feuerwehr von Südtirol gab am Sonntagnachmittag bekannt, dass der Zivilschutzstatus „Aufmerksamkeit“ noch bis Montag aufrechterhalten bleibt. Als Grund dafür wurde das weiterhin bestehende hydrogeologische Risiko genannt. Für den Norden der Region werden am Abend erneut Regenschauer und Gewitter erwartet. (fd)

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