„Schlimmer als ein Bienenstich“

Süßes Tier verursacht höllische Schmerzen - Toxisches Toupet erinnert an Donald Trump

Die Raupe der Flanellmotte aus Virginia.
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Die Raupe der Flanellmotte aus Virginia.

Nicht alle Tiere sind so süß wie es den Anschein macht. In dem flauschigen Fell von Flanellmotten verbirgt sich eine große Gefahr.

  • Süße Tierchen laden zum Streicheln ein.
  • Mit der flauschigen Raupe der Flanellmotte ist nicht zu Spaßen.
  • Ihre kleinen Härchen sind giftig.

Virginia - Flauschige Tiere laden zum Streicheln ein. Wer kann da schon widerstehen? Besonders für Kinder ist die Versuchung groß. Ein solches Exemplar ist eine haarige Raupe, die im amerikanischen Osten vermehrt auftritt.

Megalopyge opercularis ist eine Flanellmotte. Ihre flauschige Raupe heißt im Englischen „puss caterpillar“, zu Deutsch Miezen-Raupe, weil sie einer kuscheligen Hauskatze ähnele. Sie ist im amerikanischen Osten zwischen Florida und Virginia zu Hause, in Deutschland ist sie nicht anzutreffen. Wenn man mit den süßen Tierchen in Berührung kommt, muss man sich jedoch auf höllische Schmerzen gefasst machen.

Haarige Raupe gefährlich und giftig

In ihrer verwegenen Frisur, die schon mit einem Toupet oder der Frisur von Donald Trump verglichen wurde, verstecken sich kleine, extrem giftige Härchen, die in der Haut hängen bleiben. „Der Stich einer solchen Raupe fühlt sich wie ein Bienenstich an – nur schlimmer. Die Schmerzen verschlimmern sich sofort, nachdem man gestochen wurde, und können sogar zu schmerzenden Knochen führen“, erzählte der Entomologe Don Hall von der University of Florida.

„Wie schlimm es schmerzt, hängt davon ab, wo man gestochen wurde und wie viele Härchen in der Haut stecken bleiben. Menschen, die an der Hand gestochen wurden, berichten, dass sich der Schmerz bis in die Schulter ziehen und bis zu zwölf Stunden lang anhalten kann“, so Hall.

Raupenfell erinnert an Donald Trump

Das Forstministerium des US-Bundesstaats Virginia warnte in einem Post auf Facebook, dass es bei Berührung mit dem Tier zu einem gitterartigen Ausschlag, Fieber, Erbrechen, niedrigem Blutdruck und sogar Krampfanfällen kommen könne. Es gibt keine medizinischen Standardprozeduren für den Fall, dass man von den Raupen gestochen wird. Hall empfiehlt jedoch, die betroffenen Stellen mit Klebeband abzudecken und es dann abzureißen, um alle Härchen abzuziehen, die noch in der Haut stecken könnten. Das kann dabei helfen, die Schmerzen zu lindern.

„Das ist fast eine perfekte Kopie von dem Toupet, das mein Opa in den 80er Jahren trug. Seins war auch giftig und wir wurden immer gewarnt, davon fernzubleiben“, schrieb ein User auf Facebook. Ein anderer User merkte an, dass er diese Frisur in den 80er Jahren hatte. „Wenn ich so ein Tier finde, soll ich dann im Weißen Haus anrufen und sagen, dass ich Trumps Toupet gefunden habe?“, fragt ein Nutzer. (ck)

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