Motiv für Familiendrama steht fest

Suhl: Darum tötete der Vater seine Kinder

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Der 34 Jahre alte Vater hat seine Kinder wegen eines Streits um das Sorgerecht getötet

Suhl - Die Leiche des Vaters ist gefunden, das Familiendrama in Suhl damit weitgehend aufgeklärt. Nun ist auch das Motiv des 34-Jährigen bekannt, denn der Mutter der Kinder hinterließ er eine Botschaft.

Ein Streit um das Sorgerecht ist wohl der Grund für den gewaltsamen Tod zweier Kinder vor rund zwei Wochen in Thüringen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll der 34 Jahre alte Vater seine Kinder getötet haben, da er wegen der Auseinandersetzung mit der Mutter unter einer „besonderen psychologischen Belastung“ stand. Die Leiche des Mannes war am Samstag in einem Waldgebiet bei Suhl entdeckt worden. Er hat sich laut Obduktionsergebnis selbst getötet.

Die Mutter hatte die Kinder - ein sechs Monate altes Mädchen und einen knapp zwei Jahre alten Jungen - Ende August tot in der gemeinsamen Wohnung des Paares gefunden. Nach dem Vater war seitdem gesucht worden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand hatte die 23 Jahre alte Mutter die Beziehung zu ihrem Freund wenige Tage vor der Tat beendet.

Vater hinterließ nach Mord Zettel mit Botschaft 

Am Vorabend kam es zu einer ergebnislosen Aussprache zwischen den beiden in der Wohnung in der Suhler Plattenbausiedlung „Himmelreich“. Dabei ging es laut Polizeisprecher Fred Jäger um das künftige Besuchsrecht des Vaters. Der Mann durfte schließlich zusammen mit den Kindern in einem Raum getrennt von der Frau übernachten. Am nächsten Morgen war er verschwunden, die beiden Kinder waren tot.

Die Mutter hatte die Leichen in dem Zimmer gefunden. Die Kinder wurden wohl mit einem Kissen erstickt, wie es aus Ermittlerkreisen heißt. Auf einem Zettel hatte der Vater eine Botschaft hinterlassen, in der er zum Ausdruck brachte, dass niemand die Kinder haben sollte, wenn ihm der Umgang mit ihnen künftig verweigert werde.

Zwei Kinder in Suhl ermordet

Zwei Kinder in Suhl ermordet

Polizei und Staatsanwaltschaft Meiningen gehen davon aus, dass sich der 34-Jährige wegen des Streits am Vorabend entschlossen hatte, sich das Leben zu nehmen und seine Kinder zu töten. Die Leiche des bundesweit mit Haftbefehl gesuchten Mannes war am Samstag an einem steilen Hang gefunden worden. Ein Diensthundeführer der Polizei hatte in seiner Freizeit mit seinem Leichensuchhund den Toten auf dem Gelände eines Wasser- und Abwasserzweckverbands entdeckt.

Die Ermittler nehmen an, dass der Todeszeitpunkt schon länger zurückliegt, da die Leiche stark verwest war. Ein Unfall könne definitiv ausgeschlossen werden, sagte Polizeisprecher Jäger. Auch Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es nicht. Laut Polizei gab es Spuren des Strangulierens.

dpa

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