Coming-Out im DC Comic

Neuer Superman outet sich: Sohn von Clark Kent verliebt sich in einen Mann

Superhelden sind Vorbilder, Leser identifizieren sich mit den Charakteren. Deswegen geht DC im neuen Superman-Comic neue Wege. Der Held definiert seine sexuelle Identität neu.

New York City - „Das Symbol von Superman stand schon immer für Hoffnung, Wahrheit und Gerechtigkeit. Heute steht dieses Symbol für etwas mehr“ sagt Comic-Autor Tom Taylor in einer Pressemitteilung von dccomics.com. Alle Menschen sollen sich in dem berühmten Superhelden wiedererkennen können, so Taylor. Grund für diese bewegenden Worte: in dem neuen DC Superman-Comic wird sich Jon, Sohn von Clark Kent, als der neue Superman in den Reporter Jay Nakamura verlieben.

Coming-Out des jungen Superman Jon

„Die Vorstellung, Clark Kent durch einen weiteren heterosexuellen, weißen Retter zu ersetzen, fühlte sich wie eine verpasste Gelegenheit an“, betont Taylor in einem Interview mit der New York Times, wie br.de berichtet. In dem neuen Comic („Superman: Son of Kal-El Nr. 5“), der am 9. November erscheint, ist Superman von all seinen Heldentaten körperlich und geistig ausgebrannt. Jay rettet den „Mann aus Stahl“ und kümmert sich um ihn.

Zeichner John Timms fühle sich, laut dccomics.com, „geehrt“ diese neue Seite von Superman gemeinsam mit Autor Taylor zu zeigen. So solle vor allem die Schwierigkeit für den Superhelden zum einen sein komplexes und modernes Leben und zum anderen seine Aufgabe die Welt zu beschützen, zu meistern, im Fokus stehen. Zum Retten der Welt gehören inzwischen zudem auch ungewöhnlichere Aufgabe: Superman setzt sich für Flüchtlinge ein, verhindert ein Schulmassaker und löscht Brände, die durch den Klimawandel ausgelöst wurden.

Bisexueller Superman: So reagieren die Fans

Einige Superhelden-Fans zeigen sich auf Twitter begeistert, über die Modernisierung des Universums. Ein User schreibt: „Ich finde es gut, dass DC Comics in Bezug auf queere Figuren offener wird.“ Eine weitere kommentiert: „Es wurde auch Zeit. Jetzt brauchen wir mehr People of Color und wie wäre es mit einer lesbischen Superheldin?“. Andere geben sich konservativer und verschlossen gegenüber der neuen Entwicklung: „Ooh, da geht eine weitere Kindheitserinnerung verloren“.

Auch im Marvel Universum hat sich bezüglich der sexuellen Orientierung der Superhelden was getan. Batmans junger Begleiter Tim „Robin“ Drake trifft sich in „Batman: Urban Legends Nr. 6) mit einem Mann zu einem Date. Auf den großen Kinoleinwänden zeigen sich DC und Marvel theguardian.com allerdings noch zurückhaltender, was die Sexualität ihrer Charaktere betrifft.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Mary Evans und Screenshot Twitter

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