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Hamsterkäufe in Supermärkten: Kurioses Foto aus Penny-Filiale aufgetaucht - „Bitte nicht mehr fragen“

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Von: Tom Offinger

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Seit einigen Wochen kommt es wieder zunehmend zu Hamsterkäufen in Deutschland. Die Supermärkte versuchen kreative Lösungen zu finden - und sorgen dabei für kuriose Bilder.

München - Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine gehören sie in deutschen Supermärkten leider wieder zum Alltag: Hamsterkäufe, wie man sie noch aus den Anfangsmonaten der Corona-Pandemie kennt, bestimmen einmal mehr das Warenangebot der Läden. Doch anstelle von Klopapier werden nun massenhaft haltbare Lebensmittel in haushaltsuntypischen Mengen in die Einkaufswägen geladen. Neben Nudeln, Mehl und anderen Backutensilien haben viele Käufer es vor allem auf ein Produkt abgesehen: Speiseöl.

Speiseöl ausverkauft: Penny-Filiale bringt kuriosen Zettel an

Um allen Kunden auch möglichst alle Waren anbieten zu können, greifen die Märkte mittlerweile zu kuriosen Maßnahmen. In einem unbekannten Penny-Markt ist die Situation scheinbar schon außer Kontrolle geraten, zumindest deutet ein Post auf Twitter darauf hin. „Wir haben kein Öl“, steht auf einem gelben Post-It-Sticker im betreffenden Warenregal. „Wir wissen auch nicht, wann es kommt. Bitte nicht mehr fragen.“

Wie eine Userin in dem Tweet erklärt, sei das begehrte Produkt zuvor „bei Bedarf“ an der Kasse ausgegeben worden, ähnlich wie es auch bei Zigaretten und Tabak mittlerweile Gang und Gebe ist. Eigentlich eine ziemlich gute Lösung, lassen sich doch so die Hamsterkäufe einiger Kunden kontrollieren und ausbremsen. Eine unmittelbare Wirkung scheint dennoch ausgeblieben zu sein, wie das Foto selbst beweist.

Hamsterkäufe: Verbände rufen zu Solidarität auf

Auch andere Supermärkte greifen zu drastischen Mitteln: Ein Edeka-Markt sperrt seine Speiseöl-Flaschen beispielsweise in die Glasvitrine, in dem für gewöhnlich der teure Alkohol aufbewahrt wird. Im Zuge des Ukraine-Kriegs breitete sich nicht nur eine gewisse Panikstimmung aus, auch der Preis für die Produkte selber stieg etwas an.

Zwar hatte der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) gewarnt, dass Sonnenblumenöl in Deutschland wegen des Konflikts schon in einigen Wochen Mangelware werden könne. Verbraucherinnen und Verbraucher könnten allerdings problemlos auf andere Speiseöle wie Rapsöl umsteigen, so der Verband. „Bitte verhalten Sie sich solidarisch und kaufen nur das, was Sie unmittelbar benötigen“, appellierte jüngst auch der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). (to)

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