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Supermarkt-Fehler passiert vielen unbemerkt - auch Schilder warnen davor! „Wird mir erst jetzt bewusst“

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Von: Armin T. Linder

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Viele machen unbemerkt einen großen Fehler beim Einkauf. Kassierer und andere Kunden sind von diesem schon länger genervt.

Berlin - Eine absolute Unart vieler Kunden nervt nicht erst seit Beginn der Corona-Krise: Pfandbons in den Mund zu nehmen, ist ein absolutes No-Go! Von einer möglichen Infektionsgefahr - auch über Corona hinaus - abgesehen, ist es einfach nur eklig! Deswegen hängen auch Supermärkte immer wieder Schilder auf. Eines landete abfotografiert 2020 bei der Instagram-Seite „Notes Of Berlin“. Darauf zu lesen: „Bitte aus hygienischen Gründen die Pfandbons nicht in den Mund nehmen. Wir danken für Ihr Verständnis.“ 

Supermarkt-Fehler „Pfandbon im Mund“ sorgt immer wieder für Ärger

So mancher dürfte sich angewöhnt haben, sich Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen, um eventuell die restlichen Habseligkeiten zu sortieren. „Klingt echt seltsam, aber ich glaub das geht an Leute, die die Hände voll haben und den vielleicht auch nur eine Sekunde in die Lippen klemmen“, unkt eine Nutzerin.

Und tatsächlich fühlen sich viele ertappt.  „Ach Misto, das machte ich wirklich oft, um die nicht zu vergessen“, schreibt etwa eine Userin. „Haha ich dachte schon, ich sei allein“, meint ein anderer. Und noch jemand schreibt: „Ich auch, aber das ist mir erst jetzt bewusst geworden.“

Ein paar Scherze erntet das Foto jedenfalls allemal: „Die Fressefreiheit ist gefährdet!“, heißt es da. „Auch nicht mit der Zunge den Touchscreeen berühren?“, witzelt ein anderer.

Und einem fällt dann das „Problem“ an der Sache auf: Wer ordnungsgemäß mit Mundschutz einen Supermarkt betritt, kommt eh nicht in Versuchung, den Pfandzettel zwischen die Lippen zu klemmen. „Is ja auch schwierig mit der Maske vor dem Mund.“

Supermarkt-Fehler „Pfandbon im Mund“ - Viele begehen ihn wohl immer noch

Es ist nicht das erste Schild dieser Art, das in einem Supermarkt entdeckt wurde. „Ich schreie ... Jedes Schild eine Geschichte“, meinte zum Beispiel eine Twitter-Nutzerin zu obigem Foto. Und prompt meldet sich eine Person zu Wort, die nach eigenen Angaben länger als Kassenkraft gearbeitet habe. „Habe mehrere Jahre in Berlin bei Kaiser‘s u.a. Kasse gemacht. Ja: Der Pfandbon wird oft in den Mund gesteckt; gerade, wenn die beiden Hände gebraucht werden, um im Portemonnaie zu wühlen. Und natürlich der Klassiker: Finger ablecken, um einzelne Geldscheine herauszunehmen.“ Eine Supermarkt-Kundin meint: „Kenne ich, hat mich immer schon angeekelt, wenn ich sowas gesehen habe.“

Der Ärger über den Pfandbon im Mund war also keineswegs nur ein Phänomen vom Anfang der Corona-Krise. Laut einer Wuppertalerin hänge an ihrem Pfandautomaten schon seit Jahren so ein Schild. Und: „Wie verloren muss man sein, um sich ein Pfandbon in den Mund zu stecken? Was läuft da falsch?“, schrieb ein Nutzer im Juni 2021. Auch am 22. Januar machte sich einer bei Twitter über diese und verwandte Ekligkeiten im Supermarkt Luft. Vielleicht helfen ja die Schilder und die Appelle, die Unart abzustellen. Ein in einem Kaufland entdeckter Einkaufszettel sorgt für breite Verwunderung. (lin) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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