„Noch nicht klar, wo es hingeht“

Mitten in Düsseldorf: Gifttier krabbelt plötzlich aus Lieferung für Geschäft

Menschen gehen im Juli 2021 durch die Fußgängerzone in Düsseldorf.
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Schreckensfund in einem Düsseldorfer Geschäft: Unter der gelieferten Ware befand sich unerwartet ein Skorpion.

Eine echte Gefahr und ein Fall für die Feuerwehr, denn bestellt hatte der Laden dieses Wesen nicht. Aber die Mitarbeiter bewahrten einen kühlen Kopf.

Düsseldorf - Dem Skorpion geht es „sehr gut“. Er sitzt in einem kleinen Terrarium auf der Wache 4 und zwei Mitarbeiter füttern ihn abwechseln mit käuflich erworbenen Insekten. Das sagte ein Düsseldorfer Feuerwehr-Sprecher auf tz-Anfrage. Nur einen Tag früher hatte das Tier noch keine Fürsorge, sondern vornehmlich Entsetzen ausgelöst.

Entdeckt wurde es nämlich in einem Blumenladen mitten in der NRW-Metropole. Das Tier sei als „blinder Passagier“ mit einer Lieferung Pistazien-Grün aus Italien an den Rhein gelangt, berichtete ein Feuerwehrsprecher.

NRW: Ladenmitarbeiter packen Ware aus – und entdecken Skorpion

Beschäftigte entdeckten den fünf Zentimeter großen „leicht- bis mittelgiftigen“ Eindringling am Montag beim Auspacken der frischen Ware, stopften diese mitsamt dem Tier rasch in einen Sack und alarmierten die Feuerwehr.

Ein Experte der Feuerwehr attestierte dem Skorpion einen guten Gesundheitszustand. Das Exemplar kam in ein Terrarium auf einer Düsseldorfer Feuerwache, soll aber von dort bald in einen Tierpark umsiedeln. In welchen? „Es ist noch nicht klar, wo es hingeht“, sagte Schuster. Skorpione gehören zu den Spinnentieren.

Laut dem Ärzteblatt sind Skorpionstiche für den Menschen allerdings weniger gefährlich, als gemeinhin vermutet. Betroffenen müssten auch auf Schmerzen wie nach einem Bienenstich einstellen. Stärkste Schmerzen, die einer klinischen Überwachung bedürfen oder Bluthochdruck, Linksherzversagen oder Krampfanfälle könnten nur nach den Stichen weniger Gattungen auftreten.(frs)

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