Tierschützer fordern Verbot von Wildtieren im Zirkus

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Tiger im Käfig eines Zirkus. Nach Angaben von Tierschützern reisen rund 140 Zirkusse mit Wildtieren durch Deutschland. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Lobby für Löwe, Tiger und Bär: Tierschützer haben in Berlin 100 000 Unterschriften für ein Verbot von wilden Tieren im Zirkus an das Bundesministerium für Landwirtschaft übergeben.

"Es gab ein nettes Gespräch, aber keine Zusagen", berichtete Anna-Lena Krebs, Sprecherin der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten".

Nach Angaben der Tierschützer reisen rund 140 Zirkusse mit Wildtieren durch Deutschland. In kleinen Gehegen gebe es kaum Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere wie Klettern, Graben, Laufen oder Schwimmen, kritisiert "Vier Pfoten". Folgen seien Verhaltensstörungen wie Hin- und Herlaufen, Aggressionen oder Apathie. Seien die Tiere zu alt für Auftritte, erhielten sie oft kein "Gnadenbrot", sondern würden meist eingeschläfert.

Die European Circus Association kann die Kritik nicht nachvollziehen. Alle Mitglieder erfüllten die geltenden Haltungsvorschriften, in vielen Fällen gingen sie sogar darüber hinaus, teilte der Dachverband mit.

Tierschützer zu Wildtieren im Zirkus

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