Tierische Belästigung

Tiger-Selfie geht um die Welt - Frau wird deswegen als „widerwärtig" beschimpft

Eine Studentin aus Thailand, posiert in einem Zoo in Chiang Mai mit einem Tiger
+
Auf Instagram und Facebook posiert Waraschaya Akkarachaiyapas gerne mit wilden Tieren. Ein Selfie der Studentin aus Thailand sorgt jetzt für weltweite Kritik.

Selfie-süchtig wirft sich eine Studentin in einem Zoo aufreizend in Pose: eines ihrer „tierlieben“ Bilder sorgt jetzt im Netz für harte Kritik aus der ganzen Welt.

  • Nach einem bizarren Tier-Selfie erlebte eine Studentin in Thailand harte Kritik
  • Die Touristin setzte sich im Zoo in Szene und begrapschte das Tier an unerwarteter Stelle
  • Online verteidigt sich die Selfie-Queen als „tierlieb"

Chiang Mai - Kritik an Selfies mit Tigern ist nicht unbedingt neu. Der alles andere als vorbildliche Tiger King begleitete viele Netflix-Zuschauer durch den Coronavirus-Lockdown und stieß erneut eine alte Debatte wieder an: wie tierfreundlich kann das Geschäft mit den Riesenkatzen sein? Eine Studentin aus Thailand hat das Fotografieren mit Tiger jetzt aber auf die Spitze getrieben und für eine kleinen, weltweiten Skandal gesorgt.

Die „tierliebe“ Waraschaya Akkarachaiyapas trägt einen Tiger auf dem Rücken tätowiert und verbringt ihre Zeit gerne damit auf Instagram und Facebook mit allerlei Tieren freizügig zu posieren. Aufreizend und gefährlich soll es sein. Im „Tiger Kingdom Zoo" in Chiang Mai griff sie jetzt einem Tiger in die Testikel und postete Videos und Selfies davon im Netz.

„Ich bin doch nur ein Tier-Fan“ - Thailänderin verteidigt sich nach Tiger-Selfie und weltweitem Shitstorm

Wiederwertig finden User das und kritisiert die Selfie-Queen hart. „Das ist so unverschämt. Der Tiger hat dir sicher nicht erlaubt seine privaten Teile zu berühren. Du hast kein Recht das zu tun“ zitiert die Daily Mail. Inzwischen ist der Instagram Account der jungen Thailänderin nicht mehr öffentlich.

Nachdem die Fotos internationale Wellen schlugen, verteidigte sich die Studentin ausgiebig und schreibt auf Facebook unter anderem: „Ich bin nur ein Fan aller süßen Körperteile von Katzen: Tatzen, Ohren, Schwanz, und eben die flauschigen runden Bälle. Das hat nichts damit zu tun, wie ihr das alle versteht. Ich halte mich immer an die Regeln des Zoos [...] Ich habe seine Glocken nur fürs Foto angefasst und das hat nur 3 Sekunden gedauert ...“

Profit-Tiger: Das Geschäft mit den Raubtier-Selfies in Thailand boomt

Schon seit Jahren gibt es Kritik am lukrativen Geschäft mit Tiger-Selfies. Auch der WWF warnt Touristen vor einem Besuch in Tigertempeln und –farmen. Hinter den Einrichtungen steckt nicht selten illegaler Handel mit Tigern und Tigerprodukten. Auch gibt es in vielen Fällen Vorwürfe die Raubkatzen würden sediert oder geschlagen werden um für den Tourismus ruhig zu bleiben.

Wie der WWF berichtet schätzt die investigative Umweltorganisation EIA allein in den vier Länder China, Thailand, Vietnam und Laos die Zahl der Einrichtungen auf über 200. Ein berühmtes Beispiel ist der berüchtigten Tigertempel in Thailand, zwischen 7000 und 8000 Tiger sollen hier gehalten werden. (vs)

Auch ein Multimillionär aus NRW machte sich im Internet sehr unbeliebt. Er schaltete eine Kontaktanzeige, mit sehr absurden Kriterien, die auf Twitter zu Gespött wurde. In Frankreich und Deutschland gab es zahlreiche Verstümmelungen von Pferden - die Polizei tappt noch im Dunklen.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare