Nach einem Monat Suche

Tim (39) aus Berlin ist tot: Familienvater war seit Wochen verschwunden

Tim Winkelmann steht vor einer grauen Wand und schaut offen in die Kamera
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Tim Winkelmann wurde seit dem 23. September in Berlin vermisst.

Berlin: Seit dem 23. September 2020 fehlte von dem vermissten Tim jede Spur. Die Suchaktionen wurden immer größer. Jetzt ist der Fall geklärt.

  • Tim Winkelmann wurde seit dem 23. September in Berlin vermisst.
  • Die Polizei und Angehörigen suchten nach ihm. Auch Prominente wie die Toten Hosen beteiligten sich an der Suche nach dem Vermissten.
  • Genau einen Monat später steht fest: Tim aus Berlin ist tot.

Update vom 23. Oktober 2020: Tim W. aus Berlin ist tot! Ein Passant habe die Leiche des 39-Jährigen am Donnerstag im Stadtteil Charlottenburg gefunden und die Polizei alarmiert, teilten die Behörden am Freitag mit. Der Tote lag demnach in einem Gebüsch am Salzufer. Anhaltspunkte für eine Fremdschuld lägen nicht vor, so die Polizei.

Der Vermisstenfall des 39-Jährigen Familienvaters löste in ganz Deutschland Bestürzung und Anteilnahme aus. Vor genau einem Monat am Morgen des 23. September verschwand Tim aus Berlin spurlos. Zuletzt wurde er in der Nähe von Hauptbahnhof und Kanzleramt gesehen. Freunde und Familie versuchten mithilfe von sozialen Medien alles, um ihn zu finden - auch Prominente halfen bei der Suche. Unterdessen besteht auch im Fall einer seit über fünf Jahren vermissten Frau traurige Gewissheit.

Tim aus Berlin vermisst - „Er trug kein Messer“

Update vom 18. Oktober 2020: Seit dem 23. September 2020 fehlt von dem Familienvater Tim aus Berlin jede Spur. Seine Frau und Angehörige und Freunde des 39-Jährigen suchen seitdem ohne Unterlass nach ihrem Tim, doch bislang erfolglos. Obwohl bereits zahlreiche Prominente den Suchaufruf in den sozialen Netzwerken geteilt haben, bleibt der entscheidende Hinweis aus. Über die Instagram-Seite „WirsuchenTim“ geben die Angehörigen regelmäßige Updates, am Wochenende meldete sich beispielsweise die Frau des Vermissten zu Wort.

„Wer Tim kennt, weiß, dass er nie bewusst und geplant seine Familie verlassen würde. Vor allem nicht ohne Lebenszeichen“, verdeutlicht die Ehefrau in einem emotionalen Statement. Sie erklärt weiter: „Organisierte Kriminalität, Ehekrise, Drogengeschäfte, Doppelleben sowie das ‚Messer mit der Wunde‘ können wir ebenfalls zu 100% ausschließen.“ Demnach sei ihr Mann nach einem Termin an der Charité in Berlin spurlos verschwunden, kurz nach seinem Termin habe es noch telefonischen Kontakt gegeben. Jedoch „ohne konkrete Hinweise“. „Tim, falls du das liest: Deine Familie und Freunde lieben und vermissen Dich so unendlich“, beendet die Ehefrau des Vermissten ihr Statement.

In einem weiteren Beitrag auf der Instagram-Seite erklären die Angehörigen, dass aktuell Überwachungskameras des Hauptbahnhofs Berlin ausgewertet werden würden. Eine Zeugin habe Tim demnach am Morgen seines Verschwindens nicht in Flip-Flops, wie zunächst angenommen, sondern barfuß oder in Socken gesehen.

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Tag 25. Wir möchten diesen Beitrag nutzen um ein paar neue Erkenntnisse zu teilen und ein paar häufig gestellte Fragen zu beantworten. Neue Erkenntnisse & Ermittlungsrichtungen: - Kameras am Hbf Berlin: Nach unserem jetzigen Kenntnisstand wurden von der Polizei nur die Aufnahmen ab 7:45 angeschaut, und wir warten noch auf eine Rückinfo zu den Aufnahmen zwischen 7:41-7:45. Diese sind wesentlich relevanter, da Tim in der Zeit dort gewesen sein sollte. - Wir wurden direkt von der Zeugin kontaktiert, die Tim am Morgen seines Verschwindens am 23.9. gesehen hat. - Die Zeugin sagt klar: Tim trug KEIN Messer! Der Focus schreibt ebenfalls: "Die Meldung eines Zeugen, wonach Tim W. mit einem Messer in der Hand und einer Wunde am Arm gesichtet wurde, stellte sich jedoch als falsch heraus."* - Die Zeugin sagt auch: 100% KEINE FlipFlops oder Schuhe! Tim war demnach entweder auf Socken oder Barfuss unterwegs. Häufig gestellte Fragen: - "Hat er eine niederschmetternde Diagnose bekommen in der Charité, z.B. einen Hirntumor?" Nein, das hat er nicht. Wenn eine Diagnose vorliegen würde, die relevant für die öffentliche Suche wäre, würden wir es schreiben. Dies ist aber nicht der Fall. - "Vielleicht will er nicht gefunden werden?" Vielleicht stimmt das, aber unsere Annahme ist: Wenn jemand wirklich nicht gefunden werden möchte, würde er wahrscheinlich vermeiden, dass halb Deutschland, die Polizei und das LKA ihn suchen. Mit einem simplen Lebenszeichen, auch anonym oder über einen zur Verschwiegenheit verpflichteten Dritten (Rechtsanwalt, Arzt, usw.) könnte er die Suche sofort beenden. Dies hätte NUR Vorteile für ihn, und keine Nachteile. Es wäre also logisch, zumindest ein Lebenszeichen zu senden. - "Aber was ist, wenn er nicht logisch denkt?" Dann wäre er ja verwirrt und müsste gefunden und behandelt werden. Es führt also kein Weg an einer Suche vorbei bis wir ein Lebenszeichen von Tim bekommen oder er gefunden wird. Tim’s Familie verdient eine Antwort auf seinen Verbleib, von wem auch immer. -”Hab Ihr bereits bei XXX nachgefragt oder nachgeschaut?” Die Chancen sind hoch, dass wir dies bereits getan haben. (Foto: privat, zeigt Tim ohne Lachen) —> in den Kommentaren weiterlesen

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Tim aus Berlin vermisst: Zahlreiche Promis beteiligen sich an Suche - Wo ist der Familienvater?

Ursprungsmeldung vom 12. Oktober 2020: Berlin - Drei Wochen ist es bald her, dass der 39-jährige Tim Winkelmann spurlos aus Berlin verschwand. Am Morgen des 23. September hielt er sich noch in der Charité am Charitéplatz auf, wie die Polizei Berlin in ihrem Polizeibericht bekannt gibt.

Von dort wurde er gegen 7.40 Uhr von Zeugen mit einem Messer in der Hand und einer blutenden, verbundenen Wunde zwischen Hauptbahnhof und Bundeskanzleramt gesehen. Er meldete sich zudem bei Angehörigen. Doch seitdem fehlt jeder Kontakt. Der 39-Jährige, der erst vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden ist, benötigt dringend medizinische Hilfe. Ein geplantes Verschwinden schließt die Familie aus.

Berlin: Familie und Freunde organisieren groß angelegte Suche - #wirsuchentim

Neben der Suche der Polizei suchen auch die Familie und Freunde intensiv nach dem Vermissten. Es wurde eine Instagramseite, sowie eine Website eingerichtet, über die neue Verläufe geteilt und Hinweise eingereicht werden können. Zudem hoffen die Initiatoren mit dem Hashtag #wirsuchentim die Nachricht des Verschwindens weit zu verbreiten und weitere Hinweise zu generieren. Die Suche wurde mittlerweile auf Köln, Hannover, Hamburg und die Heimatstadt des Vermissten Wilhelmshaven ausgeweitet, heißt es auf Instagram*.

Der Vermisste wird wie folgt beschrieben:

  • Größe circa 1,80 cm
  • Blonde, mittellange Haare
  • Circa 80 Kilo und ist durchtrainiert
  • Dunkelblaue grobe Strickjacke
  • Dunkelblaue Jogginghose mit orangenem Adidas Logo seitlich auf dem Hosenbein

Mehrere Meldungen von vermeintlichen Zeugen gingen bereits ein. Diese konnten durch Kameras nicht verifiziert werden. Eine Spur nach Frohnau jedoch wurde von Suchhunden bestätigt. Am Samstag zog daraufhin ein freiwilliger Suchtrupp in die Wälder, um der Spur nachzugehen. Die Aktion wurde ebenfalls über die Hilfsseiten initiiert. Nach eigenen Aussagen arbeitet die Gruppe um #wirsuchentim, die inzwischen aus knapp 40 Helfern besteht, eng mit der Polizei zusammen.

Vermisster in Berlin: Suche wird immer größer - Zahlreiche Promis beteiligen sich

Mittlerweile schlägt das Verschwinden von Tim Winkelmann immer größere Wellen. Zahlreiche Medien berichteten bereits über den Vermissten, darunter der rbb mit einem Beitrag im Format „Täter, Opfer, Polizei“. Sowohl über die sozialen Netzwerke, als auch in den Straßen werden Flyer über das Verschwinden des 39-Jährigen geteilt.

Und auch zahlreiche Promis beteiligen sich an der Suche. Bereits zu Beginn teilten die Toten Hosen einen Beitrag auf Facebook und machten auf das Verschwinden aufmerksam. „Wir unterstützen den Suchaufruf einer befreundeten Familie“, schrieb die Band.

Und auch Klaas Heufer Umlauf oder der Fernsehmoderator Daniel Boschmann verbreiteten die Nachricht über ihre sozialen Netzwerke.

Tims Familie und Freunde wollen die Hoffnung währenddessen nicht aufgeben. So liest man unter einem Post des Suchtrupps: „Tims Gesicht muss in den Köpfen bleiben, damit ihn doch jemand sieht und endlich der Anruf bei der Polizei in Echtzeit eingeht: ‚Ich sehe ihn, er läuft vor mir‘. Bitte seht euch nicht satt, wir bauen weiterhin auf euch.“ (chd) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Eine Vermisstensuche in Leipzig nahm im letzten Jahr eine plötzliche Wende. Doch immer wieder bleiben Vermisstenmeldungen auch jahrelang ungeklärt - so wie bei Maddie McCann*.

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