Todesfall in der Familie – das müssen Sie tun

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Nach einem Todesfall müssen die Angehörigen nicht nur die Trauer verarbeiten, sondern sich auch um viel Organisatorisches kümmern.

Nach dem Tod eines geliebten Menschen möchte sich die Familie am liebsten zurückziehen und in Ruhe trauern. Doch manche Dinge müssen nach einem Todesfall einfach erledigt werden. Vielen Hinterbliebenen hilft es, wenn sie sich an eine Checkliste halten, die sie Schritt für Schritt abarbeiten.

Der Staat legt fest, dass sich im Todesfall die nahen Angehörigen, also die Ehepartner, Kinder oder Eltern des Verstorbenen, um die Formalitäten kümmern müssen. Viel Organisation kommt in einer schweren Zeit auf sie zu. Doch die Beschäftigung lenkt auch von dem Kummer und Schmerz etwas ab. Arbeiten Sie diese Punkte nacheinander ab:

  • Ist Ihr Angehöriger in den eigenen vier Wänden verstorben, dann verständigen Sie zuerst einen Arzt. Er stellt die Todesursache fest und schreibt den Totenschein aus.
  • Den Totenschein geben Sie zusammen mit dem Personalausweis und der Geburtsurkunde des Verstorbenen beim Standesamt ihrer Gemeinde ab und beantragen eine Sterbeurkunde. Diese benötigen Sie für weitere Behördengänge.
  • Verständigen Sie Freunde und Verwandte und kontaktieren Sie den Arbeitgeber und den Vermieter.
  • Suchen Sie in der Wohnung des Verstorbenen nach wichtigen Unterlagen. Möglicherweise hat er bereits in einer schriftlichen Willensbekundung festgelegt, ob er beerdigt oder eingeäschert werden will oder ob er seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen möchte. Manche Verstorbenen haben einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut abgeschlossen. Wenn sie ein Testament finden, geben Sie es beim Nachlassgericht ab. Das ist das zuständige Amtsgericht des Ortes.
  • Organisieren Sie nach dem Todesfall so früh wie möglich die Bestattung. Das Bestattungsunternehmen hilft Ihnen beim Aussuchen des Sarges, beim Formulieren der Todesanzeige und der Planung der Beerdigung. Der deutsche Staat regelt, dass die Erben für alle Kosten nach einem Todesfall aufkommen müssen. Rechnen Sie mit einem Betrag von rund 4.500 Euro. Manche Verstorbene haben bereits zu Lebzeiten eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, um die Angehörigen nicht mit den Kosten für ihre Beerdigung zu belasten.

  • Kündigen Sie die Mietwohnung des Verstorbenen. Klären Sie, ob die geltende Kündigungsfrist möglicherweise verkürzt werden kann und in welchem Umfang die Wohnung renoviert werden muss. Bringen Sie auch einen Hinweis am Briefkasten an, dass keine Werbung und kostenlosen Zeitschriften eingeworfen werden sollen. Falls Sie keine Zeit haben, regelmäßig den Briefkasten zu leeren, beantragen Sie bei der Post einen Nachsendeauftrag an Ihre Adresse.

  • Melden Sie den Verstorbenen bei allen Versicherungen ab und kündigen Sie laufende Verträge zum Beispiel mit dem Stromanbieter.

  • Bewahren Sie alle Rechnungen, Urkunden und anderen Dokumente, die Sie im Zusammenhang mit dem Todesfall erhalten, sorgfältig auf. Führen Sie auch eine Liste über die Ausgaben, die Sie vom Konto oder dem Barvermögen des Verstorbenen bezahlen.

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