Boot gekentert

Bis zu 30 Tote bei erneutem Schiffsunglück im Mittelmeer

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Diese Flüchtlinge vor der libyschen Küste wurden gerettet. Doch nicht immer gehen die riskanten Überfahrten glatt.

Tripolis - Bei einem erneuten Flüchtlingsunglück im Mittelmeer sind bis zu 30 Menschen ums Leben gekommen.

Bei einem erneuten Flüchtlingsunglück im Mittelmeer sind bis zu 30 Menschen ums Leben gekommen. Ein luxemburgisches Flugzeug habe 65 Kilometer vor der libyschen Küste ein gekentertes Boot entdeckt, teilte am Donnerstag ein Sprecher der EU-Marinemission "Sophia" mit, die im Mittelmeer gegen Schlepper vorgeht. Rund hundert Flüchtlinge seien rund um das Boot im Meer geschwommen, während 20 bis 30 Leichen im Wasser getrieben seien.

Ein spanisches Flugzeug habe Rettungsgerät abgeworfen, später seien zwei Boote der italienischen Küstenwache und ein spanisches Marineschiff zur Unglücksstelle gefahren und hätten mehr als 80 Flüchtlinge geborgen. Erst am Mittwoch waren fünf Menschen ertrunken, als ihr völlig überladenes Boot beim Herannahen eines italienischen Marineschiffs kenterte. 562 Menschen konnten jedoch gerettet werden.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen zwischen dem 1. Januar und dem 25. Mai fast 38.000 Menschen über das Mittelmeer nach Italien. Mindestens 1370 Flüchtlinge kamen in diesem Zeitraum bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben. Dies waren 24 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, als 1792 Menschen bei Schiffsunglücken starben.

AFP

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