Bestatterin lässt sich Notlösung einfallen

Toter "zu dick" für australische Leichenhalle

Canberra - Mit überschüssigen Pfunden hat man offenbar sogar noch nach dem Tod zu kämpfen: Ein Leichenhaus in Australien hat einen Toten abgewiesen, weil er "zu dick" für das Kühllager sei.

Die Bestatterin Joanne Cummings beklagte im Rundfunksender ABC am Donnerstag, sie habe mit der Leiche des 200 Kilogramm schweren Mannes in ihrem Auto zurückfahren müssen, nachdem die Leichenhalle des Krankenhauses Hedland Health Campus sie abgewiesen hatte. "Ich musste tatsächlich umdrehen und zwei Stunden nach Hause fahren nach Roebourne und ihn über Nacht in meinem Auto behalten", sagte Cummings.

Um die Leiche zu kühlen, habe sie die ganze Nacht im Auto die Klimaanlage laufen lassen müssen und alle halbe Stunde nach ihr geschaut, sagte die Bestatterin. Bereits im vergangenen Jahr habe ein Mitarbeiter der Leichenhalle einen 250 Kilogramm schweren Toten als "zu schwer" für die Kühlregale abgelehnt. Der Betreiber des Krankenhauses erklärte, die Leichenhalle könne nur Leichen bis 150 Kilogramm aufnehmen. Es sei aber geplant, die nötigen Geräte für die Aufnahme von Toten bis 300 Kilogramm anzuschaffen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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