Die Tränen der Eltern

Siders - Das Schlimmste ist diese Ungewissheit! Die Eltern der Schüler, die in dem Unglücksbus saßen, wussten am Mittwoch am frühen Abend noch immer nicht, ob ihre Kinder tot oder vielleicht doch nur verletzt sind.

„Die Angst, die Unsicherheit sind fürchterlich“, so der Erzbischof von Belgien, André Joseph Leonard, der gleich zur Sint-Lambertus-Schule in Heverlee bei Löwen geeilt war, um die Angehörigen zu trösten.

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Vor der Schule spielen sich berührende Szenen ab: Viele Eltern und Schüler sind in Tränen aufgelöst, halten sich fest umschlungen. 28 elf- und zwölfjährige Kinder der Schule saßen in dem Bus, der am Dienstag um 21.15 Uhr gegen eine Tunnelwand gerast war. „Von acht von ihnen kennen wir das Schicksal nicht, die anderen haben gebrochene Arme und Beine“, sagt Schulpfarrer Dirk De Gendt. Er ringt mit den Tränen …

„Wir sind geeint in Unwissenheit, Trauer und Verlust“, erklärt die Schule auf ihrer Internet-Seite.

Bei vielen Eltern herrschte zunächst Ungewissheit

Die meisten der insgesamt 28 Todesopfer kommen aus Lommel an der niederländischen Grenze. 22 Kinder der Schule t’Stekske saßen im völlig zerstörten vorderen Teil des Unglücksbusses, unter ihnen waren auch zehn Kinder aus den Niederlanden. Nur vier Eltern der 6. Klasse konnten bis zum späten Nachmittag ihre Kinder am Telefon erreichen. Die anderen Eltern wurden aus ihrer schrecklichen Sorge nicht erlöst … Der Bürgermeister von Löwen, Louis Tobback, warf den Behörden vor, die Angehörigen zu lange in Ungewissheit zu lassen. Die Schulen sammelten Fotos von den Kindern ein und übergaben sie dem belgischen Außenministerium, damit die Opfer

identifiziert werden können.

Zwei Maschinen der Luftwaffe flogen die Anghörigen in die Schweiz zu ihren verletzten oder toten Kinder. Belgiens Regierungschef Elio Di Rupo, König Albert II. und Königin Paola sowie Psychologen begleiteten die besorgten Eltern auf diesem schweren Weg. Die Polizei hatte zudem Spezialisten entsandt, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen. Diese sei „sehr mühsam“, so Di Rupo.

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Rubriklistenbild: © dpa

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