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Aus „Real-Life-Ken“ wurde „Barbie“ - Foto zeigt, wie sie vor ihren über 100 OPs aussah

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Von: Franziska Vystrcil

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Für ihre zahlreichen Operationen blätterte Jessica Alves viel Geld hin, wurde als „Real-Life-Ken“ bekannt. Nun wurde aus Ken Barbie. Kaum zu glauben, dass die Britin einmal ganz anders aussah.

London - Wenn Jessica Alves vor drei Jahren durch die Straßen von London lief, drehten sich die Köpfe der Menschen bereits damals automatisch nach ihr um. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch unter dem Namen Rodrigo Alves bekannt - wurde als „Real-Life-Ken“ berühmt. Durch zahlreiche Schönheit-OPs wollte sie ihrem Idealbild, der männlichen Barbie-Puppe Ken, so ähnlich wie möglich sehen.

Mittlerweile gibt es Rodrigo Alves jedoch nicht mehr. Nachdem sie 2020 bereits ihren Namen in Jessica Alves geändert hatte, folgte 2021 die Geschlechtsangleichung - aus dem ehemaligen „Real-Life-Ken“ wurde „Real-Life-Barbie“. „Die Verwandlung lief sehr zügig ab und ich bin mir sicher, dass es das Richtige für mich war“, sagte die Britin in einem Interview. Von ihrem früheren „Ken“-Aussehen ist nun kaum noch etwas übrig. Noch weniger jedoch von dem, wie Jessica einmal vor ihren mehr als 100 OPs aussah.

„Real-Life-Ken“ ist nun eine Barbie: „Ich habe alles versucht, um ein Mann zu werden“

Ein natürliches Lächeln, Pausbacken und strahlende Augen: Früher sah Jessica Alves aus wie viele andere junge Männer auch. Unauffällig und bodenständig. Doch schon von klein auf spürte sie, dass sie anders war. „Ich fühlte mich schon immer mit meiner weiblichen Seite verbunden“, erzählt sie im Gespräch mit Bild. So richtig bewusst wurde ihr jedoch erst vor wenigen Jahren, dass sie sich mehr als Frau denn als Mann fühlte. „Vor drei Jahren begann ich damit, heimlich Frauenkleidung zu tragen“, erzählt Jessica Alves weiter.

Bis sie begriff, wer sie wirklich ist, dauerte es lange. „Über die Jahre hatte ich so viele Operationen, weil ich nicht einsehen konnte, dass ich als Transgender zur Welt gekommen bin“, sagt die 38-Jährige. „Ich habe alles versucht, um ein Mann zu werden, aber es hat nicht funktioniert und ich bin gescheitert. In der Realität wollte ich immer nur eine Frau sein“, so Jessica Alves. Eine extreme Verwandlung machte auch ein Franzose durch: Er ließ sich zum Alien transformieren.

Die Operation für die Geschlechtsangleichung wurde im Februar durchgeführt und dauerte sechs Stunden. 15.845 Euro musste der Reality-Star dafür aufbringen. Doch das war ihr jeden Cent wert. „Jetzt kann ich mein neues Leben als Frau beginnen“, sagte Jessica Alves der britischen Sun.

Über 100 OPs für fast 500.000 Euro: Schon mit 19 Jahren legte sich Jessica Alves unters Messer

Bereits mit 19 Jahren legte sich Jessica Alves zum ersten Mal unters Messer. Auf die Nasenoperation folgten Dutzende weitere Eingriffe. Sie gab rückblickend zu, als Teenager ganz anders ausgesehen zu haben. Sie habe das Bedürfnis gehabt, die „perfekte“ männliche Figur und das gemeißelte Gesicht zu erreichen. Ältere Fotos von Jessica Rodrigo zeigen ein viel fülligeres Gesicht und einen weniger schlanken Körper. Dass die Sucht nach Idealen auch zu weit gehen kann, zeigt ein anderes Beispiel aus Brasilien: Ein „Herr der Ringe“-Fan lässt sich seine Nase abschneiden, um wie ein Ork-Bösewicht auszusehen.

Als Rodrigo Alves hatte Jessica eine genaue Vorstellung davon, wie man als Mann angeblich auszusehen hat. „Männliche Perfektion bedeutet für mich, dass sie symmetrisch ist. Also ein markantes Gesicht, breite Schultern, eine schlanke Figur, eine markante Kieferlinie, definierte Bauchmuskeln und eine proportionierte Brust.“ Bis zu ihrer Geschlechtsangleichung im Februar hat die gebürtige Brasilianerin mehr als 100 Operationen hinter sich gebracht. Die gingen auch ins Geld: Rund 500.000 Euro blätterte Jessica Alves für alle Eingriffe bereits hin. Ein Social-Media-Star ließ einen schmerzhaften und gefährlichen Eingriff durchführen: Kierstyn Milligan ließ sich die Augäpfel tätowieren.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 1. April 2022. Da er für unsere Leser noch immer eine Relevanz hat, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Sicherlich werden bei Jessica Alves noch weitere OPs folgen. Zum Entsetzen vieler Social-Media-Nutzer. „Er hat eindeutig zu viel Geld“, meint ein User etwa. „Er sah so gut aus“, kommentiert ein weiterer ein altes Foto von Jessica Alves, das sie noch vor ihrer Umwandlung zu „Real-Life-Ken“ zeigt. „Was für ein beängstigender Anblick“, schreibt eine Frau. Viele bezeichnen die OP-Sucht des TV-Stars als „krank“ und „erschreckend“. Eine große Zahl von Usern ist allerdings auch begeistert von der Verwandlung der „Barbie“, wie sie oft genannt wird. Das belegen nicht nur die etwa 4,7 Millionen Follower, sondern auch viele positive Kommentare ihrer Fans, die sie als „wunderschön“, „perfekt“ und „hinreißend“ bezeichnen. „Sie ist eine Königin“, kommentiert etwa ein Nutzer.

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