"Irene": 21 Menschen tot, Millionen ohne Strom

New York - Der Tropensturm “Irene“ hat am Wochenende an der Ostküste der USA massiv an Wucht verloren und so nicht die befürchtete Schneise der Zerstörung hinterlassen. Allerdings waren bislang mindestens 21 Todesopfer zu beklagen.

Rund viereinhalb Millionen Haushalten und Geschäfte waren ohne Strom. Vielerorts gab es Berichte über schwere Überschwemmungen.

Insbesondere New York war indes weitgehend verschont geblieben. Nachdem Hurrikan “Irene“ die Millionenmetropole als Tropensturm erreichte, hob Bürgermeister Michael Bloomberg eine Evakuierungsanordnung für 370.000 Bewohner der niedrig gelegenen Gebiete wieder auf.

Unterdessen gaben die Behörden in New York bekannt, dass das U-Bahnnetz der Millionenmetropole am Montag wieder den Betrieb aufnehmen werde. Auch die New Yorker Börse kündigte an, am Montag wieder den Handel eröffnen zu wollen.

Bilder: Hurrikan Irene erreicht New York

Bilder: Hurrikan “Irene“ erreicht New York

An der ganzen Ostküste waren Hunderte Teams der Stromversorger unterwegs, um die Kabel zu flicken. Die noch oberirdisch an Holzmasten verlegten Leitungen sind zwar ein leichtes Opfer für Stürme, zugleich erleichtert das aber Reparaturen. Dennoch waren auch am Sonntagabend noch viele ohne Strom und Telefon. Besonders hart hatte es im Norden New Jersey und Long Island getroffen. Die schwersten Schäden gab es aber im Süden.

In New York sollte das Leben am Montag wieder, fast, ganz normal laufen. U-Bahnen und Busse fahren wieder, die Straßen sind längst wieder geöffnet. Auch die Fluggesellschaften wollten am Montag zum normalen Flugplan zurückkehren. Auch die Börse sollte offen sein. Im Central Park waren am Sonntag Parkranger unterwegs, um die Bäume zu begutachten. Dann sollte der Besuch im größten Stadtpark New Yorks wieder gefahrlos möglich sein.

Hurrikan Irene trifft auf die US-Ostküste

Ungeachtet dessen rief US-Präsident Barack Obama die Bürger auf, die Gefahr nicht zu unterschätzen. “Es ist noch nicht vorbei“, erklärte er am Sonntag in Washington.

Der deutlich abgeschwächte Tropensturm “Irene“ nahm am Sonntag unterdessen Kurs auf die kanadische Grenze. Wie das Nationale Hurrikanzentrum in Miami mitteilte, erreichte “Irene“ Windgeschwindigkeiten von 80 Stundenkilometern. Demnach bewegte sich der Tropensturm mit einer Geschwindigkeit von 42 Stundenkilometern in nord-nordöstlicher Richtung und befand sich 32 Kilometer südlich der Stadt St. Johnsbury im US-Staat Vermont. Meteorologen zufolge erreicht “Irene“ am Sonntagabend oder am Montag Kanada. Der Direktor des kanadischen Hurrikan-Zentrums, Chris Fogarty, warnte indes vor möglichen Überschwemmungen und Windschäden im Osten des Landes. So sei etwa für Quebec mit schweren Regenfällen zu rechnen, sagte er.

dapd/dpa

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