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Eine großartige Summe kam zusammen

tz-Spendenaktion mit UNICEF: Haitis Kinder sagen Danke!

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tz-Redakteurin Dorit Caspary traf in Haiti viele unglaublich tapfere und mutige Kinder.

München - Gemeinsam mit UNICEF hat die tz zur großen Spendenaktion für Haitis Kinder aufgerufen. Und das Echo war überwältigend. Nun ist es Zeit, Danke zu sagen!

Können Sie sich an Djolanda erinnern? Das Mädchen aus Jacmel, das so gern eine Nähmaschine hätte, damit sie Schuluniformen fertigen kann und später auch noch Krankenschwester werden möchte? Die Geschichte der Elfjährigen hat viele unserer Leser besonders bewegt. So jung und so willensstark. Über Tage haben wir Anrufe in der Redaktion bekommen mit Angeboten von Nähmaschinen. Fast 50 Stück hätten wir schon in der ersten Woche nach Haiti schicken können. Zum einen hat Djolanda aber keinen Strom, mit dem sie eine elektrische Maschine betreiben könnte, zum anderen wäre der Transport teurer, als eine Maschine vor Ort zu kaufen. Das wird passieren. Das Geld dafür ist da. Fotograf Maxence Bradley, der mit uns fast zwei Wochen in Haiti unterwegs war, besucht Djolanda wie auch andere Kinder regelmäßig. Sie konnte es kaum glauben, dass Menschen aus einem so fernen Land wie Deutschland gerade ihr helfen. „Ich werde Sie nicht enttäuschen und zeigen, dass ich meine Träume umsetzen kann“, so die Kämpferin. „Es gibt diese starken Kinder überall und sie können so vielen anderen Mut machen, ihr Leben ebenfalls selbst anzupacken“, sagt Cornelia Walther von Unicef Haiti.

Diese Erfahrung können wir nach unserem Besuch vor Ort nur bestätigen. Wir haben nicht nur Djolanda getroffen, sondern auch Eldyl (14), der sich in einer Bäckerei abrackert und säckeweise Mehl zu Teig verarbeitet, Didlaire (10), der mit einer Karre pro Tag zwei Stunden unterwegs ist, um Wasser für seine Familie zu beschaffen und, und, und. Wie sie auch heißen – sie alle nehmen ihr Leben so gut es eben geht in die Hand und versuchen, etwas zu erreichen. Für sich, für ihre Familien und für ihre Freunde. Das „Nicht nur für sich“ ist etwas, was uns bei unserer Reise ungemein beeindruckt hat. Die Mehrzahl aller Kinder erzählt, dass sie auch anderen helfen wollten. Und die größeren Teenager, dass sie ihr Land vorwärtsbringen möchten. Dass sie etwas ändern wollen, dass sie ihr Haiti zu einem Land machen wollen, das irgendwann keine Hilfe von außen mehr braucht.

Haiti kämpft immer noch gegen die Schäden des Hurrikans

Bis dahin ist es ein langer Weg. Die Bewohner kämpfen weiter mit den verheerenden Schäden, die Hurrikan Matthew verursacht hat. Die weitere Verbreitung von Cholera muss verhindert werden. Die Menschen brauchen Zugang zu sauberem Wasser und sie müssen informiert werden. Die Kinder brauchen Bildung, damit sie ihr Land voranbringen können.

Um diese Themen kümmert sich Unicef in Haiti besonders. Zusammen mit lokalen Partnern, die genau wissen, wo die Hilfe am nötigsten ist und wie sie am schnellsten ankommt. 174 521,47 Euro sind eine sensationelle Summe, mit der Unicef viel bewegen wird. Cornelia Walther: „Die Aktion der tz zeigt, dass die Menschen in Deutschland die Kinder in Haiti nicht vergessen haben. In ihrem Namen können wir einfach nur Danke sagen.“

Die tz wird weiter über Djolanda und all die anderen berichten. Auch die Spendenkonten sind das ganze Jahr über geöffnet. Denn Hilfe endet für uns nicht mit diesem Artikel.

Warum Haiti?

Warum gerade ein Land, das so weit weg ist und dem ein Ruf von Korruption vorauseilt? Das haben auch wir uns im Vorfeld der diesjährigen Spendenaktion Hilfe für Haitis Kinder zugunsten von Unicef gefragt. Die Antwort auf diese Fragen haben wir Ihnen, liebe Leser, hoffentlich in den letzten Wochen gegeben. Mit den Schicksalen aus Haiti, das sich gerade von Hurrikan Matthew, der letzten Naturkatastrophe im Oktober, versucht zu erholen.

Viele von Ihnen haben die Geschichten der Kinder und Familien, die wir von unserer Reise vor Ort mitgebracht haben, berührt. Unsere Leser waren in Zeiten, in denen ein Spendenaufruf den nächsten ablöst, unglaublich großzügig und kreativ. 174 521,47 Euro sind schlussendlich zusammengekommen. Auch dank der vielen Aktivitäten unserer Partner – ein Überblick über unsere Aktion.

Mehr Informationen zur Spendenaktion finden Sie hier.

Das passierte mit den Spenden 2015

Wir wollen jedes Jahr genau wissen, was mit den Spenden der tz-Leser passiert. Deshalb erstellt Unicef eine Übersicht der wichtigsten Projekte, die mit unseren Geldern finanziert wurden.

Mit einem Teil der Spenden der Aktion 2015/2016 Bei uns daheim ist Krieg – Kinder auf der Flucht. Wir helfen vor Ort wurde in den provisorischen Flüchtlingscamps im Beeka-Tal eine Wasser- und Abwasserversorgung aufgebaut. Regelmäßig werden die Menschen dort mit Trinkwasser aus Unicef-Tankwagen versorgt.

Hunderte Kinder konnten dank der Spenden eingeschult werden, da Unicef die Gebühren übernahm. Um möglichst viele Buben und Mädchen zu unterrichten, wurde an 234 Schulen eine zweite Unterrichtsschicht am Nachmittag eingeführt. Auch diese Kosten wurden zum Teil von uns übernommen. Dazu kommt die Unterstützung von Einrichtungen wie dem Kinderschutzzentrum Beyond. Dort werden vom Krieg traumatisierte Kinder psychologisch betreut, können lernen, falls ein Schulbesuch nicht möglich ist.

Im Namen der Flüchtlingskinder im Libanon sagen wir auch dafür ganz herzlichen Dank.

Studenten mit Herz

Die Studenten, Lehrkräfte und Förderer der privaten Hochschule Campus M21 verstehen es zu feiern. Aber seit vielen Jahren kümmern sich die angehender Marketing- und Management-Fachkräfte auch um Hilfsprojekte. Und so haben sie im vergangenen Jahr mal wieder beides kombiniert und durch viele Aktion wie der Weihnachtsfeier für Unicef Spenden gesammelt: 21 250 Euro haben Campus M21-Chef Prof. Heinrich Wiedemann und seine Studenten schließlich an Claudia Graus, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Unicef Deutschland, für die Kinder in Haiti übergeben. Eine Wahnsinns-Summe, mit denen vor allem die Helden-Kampagne in Haiti unterstützt wird.

Sony Social Day

Der Social Day hat bei Sony Pictures Home Entertainment Tradition. Gemeinsam mit dem Münchner Einkaufsquartier Hofstatt haben die Mitarbeiter fleißig Waffeln, Punsch und vieles mehr verkauft. 8500 Euro nahm Münchens OB-Gattin und Unicef-Schirmherrin Petra Reiter stellvertretend entgegen. „Eine tolle Summe, mit der wir vielen Kindern helfen können“, sagt Petra Reiter.

Holiday on Ice

Für dieses Termin hat Marie-Luise Marjan jede Menge andere hochkarätige Veranstaltungen abgesagt. „Für Unicef mache ich es fast immer möglich“, so die Schauspielerin. Bei der Holiday on Ice-Vorstellung in der Olympiahalle nahm Unicef-Patin Mutter Beimer schon mal den Scheck mit den bis dahin gesammelten Spenden von tz-Chefredakteur Rudolf Bögel und Olympiapark-Chefin Marion Schöne entgegen. 161 300 Euro waren es an diesem Abend – inklusive der großzügigen 5000 Euro von den Veranstaltern, die uns seit vielen Jahren unterstützen.

Geholfen und Traumauto gewonnen

Einen Tag lang dauert es, bis die Bergbauers wirklich glauben, dass sie ab sofort Besitzer eines nagelneuen BMW 116i im Wert von rund 30 000 Euro sind. „Wir haben noch etwas gewonnen und es kann doch eigentlich gar nicht sein, dass gerade wir so viel Glück haben“, sagt Erika Bergbauer als der Anruf von der tz kommt. Denn noch in der Früh hatte sich das Ehepaar aus Allach am Frühstückstisch darüber überhalten, wie es wohl mit ihrem alten Mercedes weitergehen wird. 300 0000 Kilometer hat das Fahrzeug und muckt immer öfters. „Für ein neues Auto hätten wir einfach kein Geld gehabt“, so die 72-Jährige. „Aber ohne Auto ist es bei uns schwierig. Es gibt kaum öffentlich Verkehrsmittel und ich habe einen kaputten Fuß. Es ist wie ein Wunder, dass wir jetzt so ein schönes Auto bekommen und noch dazu einen BMW!“

Erika und Gerhard Bergbauer unterstützen die tz-Spendenaktion von Unicef seit vielen Jahren. „Wir lesen jeden Tag die Unicef-Seite in der tz und spenden immer, weil wir etwas für Kinder in Not tun möchten“, erklärt Gerhard Bergbauer. „Eine tolle Sache, dass unter allen Spendern auch noch ein Auto verlost wird.“ Jedes Jahr spendet der ehemalige Angestellte von Krauss Maffei zehn Euro und seine Frau gibt ebenfalls zehn Euro. „Wir wissen, das ist nicht so viel, aber es kommt von Herzen“, sagt die ehemalige Mitarbeiterin einer Versicherung.

tz-Chef Rudolf Bögel übergibt mit BMW Niederlassungsleiter Peter Mey (re.) den BMW an das Ehepaar Erika und Gerhard Bergbauer.

Für tz-Chefredakteur Rudolf Bögel und Peter Mey, Leiter der BMW Niederlassung München, war es eine Ehrensache, den kompakten 109 PS starken 5-Türer an die Bergbauers zu übergeben. „Zu sehen, dass unser Fahrzeug in solch gute Hände kommt, macht mich sehr glücklich und stolz. Wir haben mit der gemeinsamen Aktion für Unicef nicht nur wichtige Spenden für die Kinder in Haiti gesammelt, sondern konnten auch zwei sehr sympathische Spender glücklich machen“, so Peter Mey.

In der Niederlassung am Frankfurter Ring gab es dann auch noch gleich die perfekte Einweisung in den Neuwagen. Das Modell Advantage besticht durch seine neu gestaltete Frontpartie. Ausgestattet ist der schwarze Flitzer mit einem Multifunktionslenkrad, einer radarbasierten Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go-Funktion sowie einer Freisprecheinrichtung mit einer USB-Schnittstelle. Dazu gibt es ein Business-Paket mit abblendbarem Innenspiegel, das Navigationssystem Business mit einem 6,5 Zoll-Display sowie Sitzheizungen für Fahrer und Beifahrer. Und dank Connected Drive sind die Bergbauers auch während der Fahrt jederzeit mit ihren Kindern und Enkelkindern vernetzt.

„Die tz-Unicef-Aktion unterstützen wir so lange es geht. Und wir wünschen uns, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Gewinner geben wird, der sich so freut wie wir“, sagen die Bergbauers.

Zauberhafte Kindergala im Circus Krone

So ein schööönes Finale: Bereits zum vierten Mal war die große Unicef-Kindergala im Circus Krone der krönende Abschluss unserer Spendenaktion. 14 Kinder zeigten am Valentinstag gemeinsam mit den Profi-Artisten im größten Circus Europas eine unglaubliche Show, bei der die 3000 kleinen und großen Zuschauer nur staunen und frenetisch applaudieren konnten. Ein ganz herzliches Dankeschön an Gastgeberin Christel Sembach-Krone, Unicef-Pate und KIKA-Moderator Juri Tetzlaff sowie alle Spender und Sponsoren: 2835,43 Euro haben Unicef-Kinder während der Vorstellung gesammelt – das meiste davon Taschengeld der Besucher. Dazu kommen 4000 Euro von einer Spenderin, die nicht genannt werden will, und 2000 Euro vom Trauringstudio Marrying. Ingesamt sind so allein an diesem Tag 8835,43 Euro auf das Konto für die Kinder in Haiti gegangen. Und weil an diesem Nachmittag alle zusammen einen Riesen-Spaß hatten, versprechen wir schon jetzt: Auch 2018 heißt es wieder Manege frei für die Unicef-Kindergala.

Unsere Partner sind die allerbesten

Experte für Telefonspenden: Christian Anton

Mit der ersten tz-Spendenaktion zugunsten von Unicef haben wir ein Versprechen geben: Jeder Cent, den Sie, liebe Leser, spenden, kommt bei den Kindern an. Inzwischen halten wir seit 28 Jahren unser Wort. Das funktioniert nur, weil wir Partner haben, die zum Beispiel die Verwaltungskosten übernehmen. Einer davon ist der Münchner Kommunikationsdienstleister multiConnect GmbH. Das Unternehmen ist ein Festnetzprovider, der individuelle Lösungen im Telekommunikationsbereich für Firmen entwickelt, egal ob Rufnummern, Standortvernetzung, oder Abwicklung von hohen Lasten. Wir haben mit Geschäftsführer Christian Anton gesprochen.

Wie funktioniert eine Telefonspende konkret?

Christian Anton: „Über das Wählen einer speziellen Telefonnummer wird Ihr Anbieter dazu angehalten bei der nächsten Telefonrechnung den gewählten Spendenbetrag einfach über die bestehende Telefonrechnung abzuwickeln.“

Was ist der Vorteil einer Telefonspende gegenüber einer herkömmlichen Überweisung oder einer Online-Spende?

Christian Anton: „Die Telefonspende ist einfach unglaublich einfach. Sie lesen morgens eine Geschichte in der tz und wollen spenden. Dann müssen nur den Hörer abnehmen, Nummer wählen, Spende bestätigen, das war es schon.“

Was passiert, wenn ich falsch gewählt habe und einen Betrag gespendet habe, den ich so gar nicht spenden wollte?

Christian Anton: „Wenn Sie die Telefonrechnung von Ihrem Anbieter erhalten, rufen Sie einfach an und geben Bescheid, dass es sich um einen Fehler gehandelt hat. Ihr Anbieter nimmt dann die Spende von Ihrer Telefonrechnung und die Sache ist erledigt. „

Die Spendenkonten

Commerzbank:

IBAN: DE78 7008 0000 0326 900000

BIC: DRESDEFF700

Stadtsparkasse München

IBAN: DE70 7015 0000 0000 263525

BIC: SSKMDEMM

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